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Schwäbisch Hall Unicorns zum 7. Mal im German Bowl


Im Halbfinale besiegten sie am Samstag im OPTIMA Sportpark die Dresden Monarchs mit 23:7. Damit schaffen sie die 7.  German-Bowl-Teilnahme innerhalb von acht Jahren

 

Schwäbisch Hall Unicorns zum 7. Mal im German Bowl
Schwäbisch Hall Unicorns besiegen Dresden Monarchs 23:7
Foto: Manfred Löffler

Hochspannung lag am Samstag im Haller OPTIMA Sportpark in der Luft. 3.200 Zuschauer waren gekommen, um das entscheidende Spiel um den Einzug in den German Bowl zu sehen und zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren waren dazu die Dresden Monarchs angereist.

Mit den Monarchs gastierte das Team in Hall, das in diesem Jahr den Nordtitel nur um Haaresbreite verpasst hat. Man hatte den Sachsen sehr gute Chancen eingeräumt, die Haller nach drei vergeblichen Halbfinalanläufen in diesem Jahr zu schlagen. Am Ende waren es aber erneut die Unicorns, die jubeln durften. Nach ihrem 33. Sieg in Folge (GFL-Rekord) dürfen sie nun am 13. Oktober ihren Titel in Berlin verteidigen.

Lange war es am Samstag ein Spiel auf absoluter Augenhöhe, auch wenn die Gastgeber bereits am Ende des ersten Viertels mit zwei Touchdowns in Führung lagen. Beide Angriffsreihen taten sich mit ihren Gegnern schwer. Die Gäste brauchten aber etwas länger als die Haller um ins Spiel zu finden. Ihren ersten Angriffszug konnten die Unicorns deshalb noch sehr flüssig und mit viel Abwechslung zwischen Lauf und Pass gestalten. Mit elf Spielzügen überbrückten sie 66 Yards bis zur Dresdener 5-Yard-Linie. Von dort wurde Ian Gehrke mit einem Pass von Marco Ehrenfried bedient und erzielte das 7:0 (PAT Tim Stadelmayr).

Danach tat sich die Haller Offense aber deutlich schwerer gegen die Monarchs. Auch ein von der Unicorns-Defense eroberter freier Ball konnte nicht verwertet werden. So mussten die Haller Fans bis wenige Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel auf ein Big Play warten: Über 42 Yards bediente Ehrenfried seinen Receiver Nate Robitaille zum 14:0 (PAT Stadelmayr).

Im zweiten Viertel stoppte die Monarchs-Defense die Haller gar in einem vierten Versuch an der Dresdener 2-Yard-Linie. Danach war es dann aber die Haller Defense, die daraus Kapital schlug. Der Dresdener Spielmacher Trenton Norvell wurde von Halls Nikolas Knoblauch in der Monarchs-Endzone gehalten: Safety – 16:0. Mehr war für die Haller in der ersten Hälfte gegen die starken Monarchs aber nicht zu holen.

Nach der Pause starteten die Gäste wie die Unicorns in der ersten Hälfte. Von der eigenen 25-Yard-Line arbeiteten sie sich bis zur Haller 9-Yard-Linie vor und schickten von dort Glen Toonga zum 7:16-Anschluss (PAT Finke). Dresden war wieder im Spiel und für die Haller kam erschwerend hinzu, dass mit Tyler Rutenbeck und Nick Alfieri zwei ihrer besten Spieler verletzt ausscheiden mussten.

Hall geriet unter Druck und als Dresdens Tim Hagmann einen Ehrenfried-Pass abfangen konnte, drohte das Momentum zugunsten der Gäste zu rutschen. Die Haller Defense wusste aber schlimmeres zu verhindern. Mit Pass-Interceptions von Raheem Wilson und Alexander Kreß eroberte man sich zweimal das Angriffsrecht und Mitte des letzten Viertels sorgte ein 9-Yard-Lauf von Danny Washington zum 23:7 (PAT Stadelmayr) für die Vorentscheidung. Dresden lief in der Folge die Zeit davon und die Unicorns-Defense sicherte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. 

Dresdens Head Coach und Ex-Unicorn Ulz Däuber sagte nach dem Spiel: „An das, was Jordan Neuman und Johannes Brenner hier in Hall auf die Beine stellen, sind wir heute nicht rangekommen. Es war ein wichtiges Spiel, für uns in einer neuen Umgebung und gegen eine starke Defense. Da waren einige von uns auch sicher etwas nervös.“

„Es war ein schwieriges Spiel gegen eine sehr gut gecoachte Mannschaft“, sagte Halls Head Coach Jordan Neuman. „Unsere Defense hat eine sehr gute Leistung gezeigt und sie hatte den richtigen Plan, um Mitchel Paige, den besten Receiver der Liga, fast vollständig aus dem Spiel zu nehmen.“ Mit Blick auf den German Bowl meinte Neuman: „Vor uns liegen zwei anstrengende Wochen, die wir morgen im Detail planen werden. Auf jeden Fall freuen wir uns auf ein großes Spiel in Berlin.“ 

Die Schwäbisch Hall Unicorns stehen seit 2011 zum siebten Mal im Endspiel. Dort treffen sie am 13. Oktober auf Samsung Frankfurt Universe, die ihr Halbfinale in Braunschweig mit 20:17 in der Verlängerung gewinnen konnten. Es kommt somit im 40. German Bowl erstmals seit 1981 wieder zu einem Endspiel, in dem zwei Vereine aus der Südhälfte der Republik gegeneinander antreten.

        

Die Punkte für Hall erzielten: Ian Gehrke (6), Tim Stadelmayr (3), Nikolas Knoblauch (2) und Danny Washington (6).

 

Zuschauer: 3.204

 

Viertelergebnisse: 14:0 / 2:0 / 0:7 / 7:0 / Final: 23:7

 

Alle Punkte:

7:0 – Ian Gehrke – 5-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

14:0 – Nathaniel Robitaille – 42-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

16:0 – Nikolas Knoblauch – Monarchs-Quarterback in eigener Endzone gestoppt

16:7 – Geln Toonga – 9-Yard-Lauf (PAT Florian Finke)

23:7 – Danny Washington – 9-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)