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Geschichte der NFL

So hat sich die NFL entwickelt

Bei der NFL handelt es sich um eine Profiliga im American Football aus US-Amerika. Hier treten 32 Teams gegeneinander an, die sich in der National Football Conference sowie der American Football Conference organisiert haben. Diese sind 1970 aus dem Zusammenschluss der beiden Ligen AFL und NFL hervorgegangen und unterteilen sich wiederum in jeweils vier Divisionen.

Traditionell beginnt die Saison mit einer Pre-Season, die sich über mehrere Wochen erstreckt und in der ausschließlich Testspiele absolviert werden. Anschließend startet die 17-wöchige Regular Season. In dieser darf jedes Team 16 Spiele bestreiten und – entsprechenden Erfolg vorausgesetzt – anschließend in den Play-Offs um den Meistertitel kämpfen. Hier treten insgesamt sechs Teams gegeneinander an. Anschließend spielen die Meister der beiden Ligen im Super Bowl gegeneinander, der am ersten Sonntag im Februar stattfindet. Sie kämpfen hier um die sogenannte Vince Lombardy Trophy. Benannt wurde dieser Pokal 1971 nach dem Head Coach des Teams Green Bay Packers, der seine Mannschaft in den ersten beiden Super Bowls zum Sieg geführt hat. Die Verleihung des Pokals an den Sieger erfolgt seit 1996 auf dem Spielfeld, zuvor nach dem Spiel in der Umkleidekabine der jeweiligen Mannschaft.

Super Bowl 2016 Pokal

So sieht der Pokal aus

Bei der Vince Lombardy Trophy handelt es sich übrigens um keinen Wanderpokal wie bei anderen Turnieren. Er wird also alljährlich neu von der Firma Tiffany & Co. in New Jersey produziert. Der 55 Zentimeter große Pokal mit einem Gewicht von 3,5 Kilo zeigt einen Football in originaler Größe auf einer Säule. Dieser Pokal wird aus Sterlingsilber produziert und hat einen Wert von etwa 25.000 US-Dollar. Brauch ist es außerdem, dass alljährlich zwei Pokale für den Super Bowl hergestellt werden, falls einer beschädigt werden sollte.

Die Anfänge der NFL

Als professionelle Sportart konnte sich American Football erst relativ spät etablieren. Der Grund: An den US-amerikanischen Universitäten handelte es sich schon vor 1900 um einen beliebten Sport, der zahlreiche Zuschauer anzog. Zudem wurde Football an den Colleges traditionell im Herbst gespielt, während im Sommer der professionelle Baseball dominierte. Ein Spielbetrieb konnte also lange Zeit nur an den Universitäten finanziert werden. Bei Footballspielern außerhalb der Uni-Mannschaften handelte es sich in der Regel um Amateure, die ihren Lebensunterhalt durch den Sport nicht sichern konnten.

Professionelle Teams entstanden erst nach dem Ersten Weltkrieg. Diese zogen durch das gesamte Land und traten gegen örtliche Mannschaften an, die sich meist aus Fabrikarbeitern zusammensetzten. An diese Tradition erinnern heute noch die Green Bay Packers, die nach der Indian Packing Company benannt wurden und - anders als sämtliche anderen NFL-Teams - auch heute noch keinen Besitzer haben, sondern als Verein geführt werden.

Daraus entwickelte sich der Interessenverband American Professional Football Association. Dieser wurde im August 1920 in Canton, Ohio gegründet und organisierte den ersten Ligabetrieb. Der Interessenverband wurde dann im Jahr 1922 in die „National Football League“ (NFL) umbenannt. Dennoch wurde während der 1920er Jahre nur ein sporadischer Spielbetrieb abgehalten.

Zwar gab es in den ersten Jahren einige farbige Footballspieler, jedoch hatten die Teambesitzer zu Beginn der 1930er Jahre beschlossen, keine farbigen Spieler mehr zu verpflichten. Dies änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die bestehende Liga wurde schließlich 1933 in zwei Divisionen unterteilt. Das führte dazu, dass das Endspiel zwischen zwei Divisionssiegern ausgetragen wurde. Drei Jahre später folgte die Entscheidung, dass sich die Teams bei der Verpflichtung neuer Spieler absprechen sollten, sodass sie sich bei Transfers künftig nicht mehr in die Quere kamen.

Die Situation in den 1960er Jahren

Weil in den 1950er Jahren das Fernsehen immer populärer wurde, konnten dadurch neue Einnahmequellen generiert werden, die einen professionellen Spielbetrieb auch in bevölkerungsschwächeren Städten ermöglichte. Erst jetzt wurde der Profi-Football auch in breiten Bevölkerungsschichten annähernd so populär wie der Profi-Baseball. Allerdings wollten sich die Besitzer der NFA-Teams keine Konkurrenz durch neue Mannschaften machen lassen. Deshalb gründeten mehrere reiche Geschäftsleute in Zusammenarbeit mit dem TV-Sender ABC 1960 die American Football League. Diese wurde dank einer moderneren Spielweise und weiteren Neuerungen rasch zu einer ernsthaften Konkurrenz für die NFL.

Nun teilten sich die Fans in zwei Lager auf, was zu einem ruinösen Wettbewerb zwischen den beiden Ligen führen sollte. Darüber hinaus kämpften die beiden Ligen hart um junge Nachwuchsspieler, was dazu führte, dass die Gehälter der Profis deutlich anstiegen. Zudem wurden beide Ligen kontinuierlich um neue Teams erweitert, sodass eine Zusammenarbeit irgendwann unausweichlich wurde. NFL und AFL verhandelten zunächst lange, bevor sie rechtzeitig zur Spielzeit 1970 eine Fusion ankündigten. Beide Ligen hatten etwa ausgehandelt, dass ein zusätzliches Endspiel, nämlich der Super Bowl, ausgetragen werden sollte, um den „wahren“ Landesmeister zu ermitteln.

Nach der Fusion wurden insgesamt 26 Teams aus den verschiedenen Ligen in die NFL aufgenommen. Zugleich erfolge eine Unterteilung in verschiedene Conferences mit jeweils vier bis fünf Teams. Rasch zeigte sich in den folgenden Jahren, dass beide Ligen auf einem ähnlich hohen Niveau gespielt hatten.

Die Neue NFL

NFL-Comissioner Pete Rozelle baute die neue Liga schließlich in den 1970er Jahren zur dominierenden Sportmarke in den gesamten USA auf. Beispielsweise wurde bereits 1970 ein Vertrag mit dem Fernsehsender ABC unterzeichnet, in dem festgeschrieben war, dass ein Spiel montagabends live landesweit gezeigt werden sollte. Damit war die NFL nunmehr regelmäßig zur Hauptsendezeit im TV vertreten. In den Jahren zuvor waren die Spiele lediglich sonntagnachmittags ausgetragen worden, wobei von den Sendern regional unterschiedliche Spiele übertragen wurden.

Eine letzte Erweiterung der NFL erfolgte 1976 für nahezu 20 Jahre, nachdem die Teams der Seattle Seahawks und der Tampa Bay Buccaneers gegründet wurden. Ein Jahr später wurde die Saison auf 16 Spieltage verlängert und zugleich eine neue Gestaltung der Spieltage eingeführt. So findet ein Teil der Spiele gegen Mannschaften aus denjenigen Teams statt, welche in der vorherigen Saison auf demselben Rang in ihren jeweiligen Divisionen gelandet sind. Dadurch wurde gewährleistet, dass die jeweiligen Divisionssieger vor den Play-Offs eine Woche Ruhepause haben.

Das erste Auslandsspiel einer Mannschaft der NFL erfolgte am 17 August 1976, als die San Diego Chargers gegen die damaligen St. Louis Cardinals in Tokio gegeneinander antraten.

Der American Bowl wird eingeführt

Ab dem Jahr 1986 absolvierten die Teams der NFL erstmals regelmäßig Vorbereitungsspiele für die eigentliche Saison unter dem Namen American Bowl im Ausland. Nachdem mehrere American Bowls im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen wurden, waren weitere Stationen unter anderem auch Göteborg, Montreal und Berlin, wo mit dem American Bowl für den Start der NFL Europe geworben wurde, der jedoch 2007 wieder eingestellt wurde. 2005 fand der letzte American Bowl in Tokio statt. Anschließend entschloss man sich stattdessen dazu, während der Regular Season je ein Spiel im Ausland auszutragen.

Rekorde in der NFL

Das älteste noch bestehende Profi-Team in der NFL sind die Arizona Cardinals, die 1898 gegründet wurden und zu den Gründungsmitgliedern der NFL zählen. Die New England Patriots, die seit 2002 im Gilette Stadium in Foxborough spielen, sind hingegen das Team, welches mit sechs Stadionwechseln am häufigsten den Standort gewechselt hat. Die Green Bay Packers spielen hingegen bis heute in ihrem ursprünglichen Heimatstadion.

Bei der bislang erfolgreichsten Mannschaft handelt es sich um die Pittsburgh Steelers, die insgesamt sechs Siege im Superbowl eingefahren haben. Als Rekordmeister gelten jedoch die Green Bay Packers, die in ihrer Vereinsgeschichte insgesamt 13 Titel geholt haben. Am häufigsten haben die Dallas Cowboys am Superbowl teilgenommen.

Bei den Miami Dolphins handelt es sich um das einzige Team, das eine „perfekte Saison“ spielen konnte, also kein einziges Spiel verloren hat. Das gelang dem Team im Jahr 1972, als es 14 Siege in der Regular Season sowie drei Siege in den Play-Offs einfuhr und anschließend den siebten Superbowl gewann. Lediglich die New England Patriots schafften 2007 noch eine perfekte Regular Season, als sie 16 Siege plus zwei Siege in den Play-Offs einfuhren. Einen Negativrekord halten hingegen die Detroit Lions, die im Jahr 2008 alle 16 Spiele verloren haben. Damit haben die Detroit Lions auch den Rekord der Tampa Bay Buccaneers überboten, welche 1976 ihre kompletten 14 Spiele verloren haben.

Eine Besonderheit: der NFL-Draft

Welche Mannschaft mit welchen Nachwuchsspielern exklusiv verhandeln darf, regeln die Teams seit 1936 im NFL-Draft. Dieser findet traditionell Anfang April statt, wenn das Universitäts-Semester endet. Bei den verfügbaren Spielern handelt es sich in den meisten Fällen um sogenannte Seniors, die bereits vier Jahre an der Universität verbracht haben und somit im College Football nicht mehr spielberechtigt sind. Falls ein Spieler vorher in die NFL wechseln möchte, muss er das bis zu einem bestimmten Stichtag bekannt geben - allerdings kann er dann nicht mehr in den College-Football zurückkehren.

Eine Anmeldung für den Draft ist lediglich Spielern erlaubt, welche die High School mindestens drei Jahre zuvor verlassen haben. Dies hat zwei Gründe: Einerseits soll damit die Spielkultur an den Universitäten erhalten bleiben, andererseits sollen Spieler geschützt werden, die ihre Ausbildung für eine professionelle Karriere opfern würden.

In insgesamt sieben Runden, die auf zwei Tage verteilt sind, können die Teams Spieler benennen. Das erste Recht zur Auswahl hat das Team, welches im Vorjahr am schlechtesten abschnitt. Spieler, die bis zum Abschluss des Drafts nicht ausgewählt wurden, können sich anschließend bei jedem Team ihrer Wahl bewerben.

So läuft die Saison in der NFL ab

Bevor die eigentliche Saison startet, muss jedes Team insgesamt vier Testspiele absolvieren. Die Vorsaison findet von August bis Anfang September statt und hat auch zum Ziel, die neuen Spieler an Mannschaft und Stadionkulisse zu gewöhnen. Bei diesen Begegnungen werden Stammspieler kaum eingesetzt, weil unnötige Verletzungen vermieden werden sollen.

Anfang September beginnt schließlich die Regular Season. Weil die Zahl der Mannschaften größer ist als die Spieltage, muss jedes Team 16 Spiele absolvieren und genießt ein freies Wochenende. Ein Spielbetrieb, bei dem jeder gegen jeden antreten muss, wie es in europäischen Ligen üblich ist, erfolgt lediglich innerhalb der jeweiligen Divisionen.

Zusätzlich absolvieren die Teams insgesamt acht Spiele gegen Teams aus anderen Divisionen. Zwei Spieltage hingegen sind Duellen innerhalb der Conference vorbehalten.

Anschließend führen NFC und AFC die Qualifizierung für die Endrunde aus historischen Gründen getrennt durch. Hier können sich jeweils sechs Teams für die Play-Offs qualifizieren. Dabei handelt es sich um die jeweiligen Sieger in den vier Divisionen sowie um die zwei bestplatzierten Mannschaften, die anhand des Verhältnisses von Siegen zu Niederlagen bestimmt werden. Die Gewinner in der Play-Off-Runde ermitteln anschließend den Bestplatzierten in den sogenannten Conference Championships. Schließlich treffen im Super Bowl die beiden Champions der NFC und der AFC aufeinander.

Beim Superbowl handelt es sich um das Finale der NFL-Saison. Dieser gilt weltweit als eines der größten Sportereignisse, das in den USA regelmäßig die höchsten Einschaltquoten aller Fernsehsendungen erreicht. Sowohl das Spiel als auch die Feierlichkeiten im Umfeld werden unter dem Begriff „Super Bowl Sunday“ zusammengefasst. In den vergangenen Jahren hat der Super Bowl Sunday in den USA den Status eines inoffiziellen Feiertages erlangt. Traditionell findet der Super Bowl meist im Süden der USA statt, weil der Austragungsort laut Reglement eine durchschnittliche Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius besitzen muss. Eine Ausnahme gibt es lediglich für Städte, die über ein Stadion mit geschlossenem Dach verfügen, wie es beispielsweise in Detroit der Fall ist. Neben der besten Mannschaft wird beim Super Bowl auch der beste Einzelspieler ausgezeichnet.

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