Die Positionen im American Football

In den vergangenen Jahren hat es sich etabliert, dass sich Spieler im American Football auf bis zu zwei Positionen spezialisieren. Das bietet den Vorteil, dass durch die Möglichkeit des Auswechselns nach jedem Zug jeweils derjenige Spieler eingesetzt werden kann, der für die jeweilige Aufgabe am besten qualifiziert ist. Unterschieden wird dabei zwischen Spielern, die in der Offensive, also der Offense und der Defensive, also der Defense eingesetzt sind. Daneben gibt es außerdem sogenannte Special Teams. Diese werden übrigens nicht von einem einzelnen Trainer, sondern von einem kompletten Trainingsteam gecoacht. Der Grund: Bei American Football handelt es sich um ein äußerst komplexes Spiel, weshalb sich jeder Trainer auf seinen Spezialbereich konzentrieren können sollte. Betreut wird die Mannschaft als Ganzes von einem sogenannten Headcoach, dem auch die anderen Trainer unterstehen. Dabei handelt es sich um den Offensive Coordinator, den Defensive Coordinator sowie den Special Teams Coordinator. Diese betreuen wiederum die verschiedenen Teile der Mannschaft und geben unter Umständen auch Spielzüge vor. Darüber hinaus sind in der NFL noch weitere Trainer für bestimmte Positionen oder Aufgaben vorhanden. Während Amateurteams mit bis zu fünf Trainern arbeiten, ist bei Profis ein Trainerteam von zehn Personen nicht selten. Das sind die verschiedenen Positionen:
Die Positionen im American Football

Die Positionen in der Offensive

Quarterback: Der Quarterback als Spielgestalter gilt als Kopf der Offense. Seine Aufgabe besteht darin, den nächsten Spielzug an das Team weiterzugeben und diesen umzusetzen. Während er den Spielzug ausführt, muss ein guter Quarterback natürlich auch in der Lage sein, diesen an die jeweiligen Gegebenheiten und vor allem an die Reaktion der gegnerischen Verteidigung anzupassen, um die beste Möglichkeit für einen Spielzug wählen zu können. Der Quarterback versucht, entweder selbst einen Raumgewinn zu erzielen oder den Ball weiterzugeben. Die Leistung eines Quarterbacks wird vor allem an seinen Passqualitäten gemessen, diese werden im sogenannten Quarterback Rating zusammengefasst.

Quarterback

Halfback und Fullback: diese beiden Positionen sind auch als Runningback bekannt. Hierbei handelt es sich um denjenigen Spieler, der in erster Linie für das Laufspiel verantwortlich ist. Das heißt: Er versucht, mit dem Ball in der Hand, einen Weg durch die gegnerische Verteidigung zu finden. Sobald der Center den Ball an den Quarterback übergeben hat, leitet dieser den Ball an den Runningback weiter, der in der Offense an der hintersten Position steht. Seine Aufgabe ist es nun, die gegnerische Verteidigungslinie zu überwinden. Im günstigsten Fall überwindet er die komplette Linie, erreicht die Endzone und erzielt hier einen Touchdown. Schnelligkeit ist das wichtigste Merkmal eines guten Runningbacks, während auf dieser Position die Körpergröße keine wichtige Rolle spielt. Als Halfback werden üblicherweise kräftige und agile Spieler eingesetzt, während Fullbacks meist schwerer sind und als zusätzliche Sicherheit eingesetzt werden, weil sie in so manchen Situationen eher Boden gut machen können.

Runningback

Tight End: Bei der Position des Tight Ends handelt es sich um eine Mischung aus offensivem Lineman und Wide Receiver. Der offensive Lineman steht direkt vor dem Quarterback und bildet mit vier weiteren Spielern die vorderste Linie der Offense. In seiner Eigenschaft als Wide Receiver kann der Tight End aber auch die Pässe des Quarterbacks empfangen. Zu den Aufgaben des Tight Ends gehört es, dem Runningback bei einem Laufspiel seinen Weg frei zu blocken. Bei Passspielen hingegen bietet er sich als Empfänger an.

Wide Receiver: Beim Wide Receiver handelt es sich um den Spieler, der die Pässe des Quarterbacks empfängt. Er muss zunächst die Route des Spielzuges laufen, der beim Huddle - also der Versammlung der Spieler vor dem Spielzug - angesagt wurde. Anschließend versucht der Quarterback, den Ball mit einem zielgenauen Wurf in den Lauf des Receivers zu werfen. Dieser wiederum muss den Ball gesichert haben, bevor jener den Boden berührt. Dabei wird er natürlich von den gegnerischen Spielern behindert.

Receiver-Corner

Tackle: In der Offensive Line bilden der Tackle rechts und links die Außenposition. Zu ihren Aufgaben gehört es, die anstürmenden gegnerischen Spieler aufzuhalten. Die Tackles gelten als größte Glieder in der Offensive Line, die deshalb idealerweise mindestens zwei Meter groß und 125 Kilo schwer sein sollten. Einen Unterschied zwischen linkem und rechtem Tackle gibt es allerdings: Weil die meisten Menschen Rechtshänder sind, sollte der linke Tackle der bessere Passblocker sein.

Guard: Bei den Guards handelt es sich um diejenigen Spieler, welche rechts und links neben dem Center aufgestellt ist. Ihre Aufgabe besteht darin, dem eigenen Quarterback die gegnerischen Linemen und Linebacker vom Leib zu halten, während er einen Pass durchführt. Guards werden bei einem Laufspiel aber auch gern für Pull-Manöver verwendet. In diesem Fall blocken sie nicht direkt nach vorne, sondern gehen einen Schritt hinter die Linie und bewegen sich zur Seite. Mit diesem Manöver soll ein Vorteil für die Blocker erreicht werden.

Center: Der Center steht sowohl im Zentrum der Offensive Line als auch eines Spielzuges. Im Wesentlichen besteht seine Aufgabe darin, den Ball zwischen seinen Beinen durchzureichen und damit den Spielzug einzuleiten. Während dies geschieht, darf sich außer dem Center kein weiterer Spieler in der neutralen Zone zwischen den beiden Mannschaften befinden. Kein anderer Spieler darf den Center außerdem berühren, bevor der Ball sicher übergeben werden konnte. Im späteren Spielverlauf zählt es zu seinen Aufgaben, die Spieler der Defensive Linemen zu blocken.

Center

Lassen Sie uns gemeinsam etwas näher in die Materie gehen und von den Basics, den Regeln und den Punkten hin zu den wichtigsten Spielzügen im American Football kommen. Wir sind uns darüber bewusst, dass Sie sich etwas Zeit nehmen sollten, euch ein paar dieser Taktiken und Spielzüge herauszunehmen. Im Englischen ist vom Play die Rede. Der gesamte Ablauf eines Spiels ist von diesen Entscheidungen abhängig. Möchten Sie ein Spiel wirklich verstehen, kommen Sie um diese Spielzüge im American Football nicht drumherum.

Ablauf und Spielzüge im American Football

Im Grunde genommen ähnelt sich der Ablauf der Plays in der Basis. So startet jedes einzelne Play von der Line of Scrimmage. Zumeist geht der Ball vom Center zurück an den Quarterback. Darauf folgen unterschiedliche Aktionen, die ein Play beenden.

  • Berührt ein Spieler mit einem Körperteil den Boden, ist er Down. Das spielt nur eine Rolle, wenn der Spieler den Ball trägt und wenn es sich dabei nicht um die Hände oder die Füße handelt.
  • Wenn der Spieler gestoppt wird und an dieser Stelle deutlich wird, dass kein weiterer Raumgewinn realistisch ist. Dann ist ein Play abgeschlossen.
  • Kommt der Spieler mit einem Körperteil auf die Spielfeldmarkierung, ist er out of bounds und beendet damit den Spielzug.
  • Kann der Pass nach vorne nicht gefangen werden und berührt dabei den Boden, haben wir es mit einem Incomplete Pass zu tun.
  • Geht der Ball zu Boden in einer beliebigen anderen Position, läuft das Spiel weiter und wir haben es mit einem Fumble zu tun.

Immer wenn wir am Ende eines Plays ankommen, geht es zurück zur Startposition und es wird mit dem nächsten Spielzug angefangen. In den meisten Fällen gehen wir zurück an den Punkt, an dem der größte Raumgewinn erfolgte. Anders verhält sich die Situation, wenn der Ballträger durch einen Tackle zurückgestoßen wurde.

Oder wenn ein Schiedsrichter aufgrund eines Strafvergehens, um ein paar Yards zurückgeht. In diesem Fall geht es für den Ball so weit wie möglich in die Nähe des gegnerischen Tores – an die Stelle, wo der Beiträger hingekommen ist. Ist es zu einem incomplete pass gekommen? Dann geht es zurück an die alte Stelle, denn es hat sich nichts verändert.

Offense Spielzüge im American Football

Run Block: Das ist nichts weiter als aktives Blocken. Die Spieler treten nach vorne und versuchen den Gegner wegzuschieben. Damit möchte man den Laufweg für den Beiträger freimachen.

Pass Block: Wie es der Name sagt, verweisen wir hier auf das passive Blocken. Die Spieler treten nach hinten und schaffen eine Art Tasche „pocket“ für ihren Quarterback. Dieser hatte mehr Zeit, um seinen Pass auszuführen.

Lead Block: Der Ballträger hat einen Blocker, der vor ihm läuft, um alle die Defense-Spieler aus dem Weg zu räumen.

Pull: Dieser Spielzug bezieht sich auf einen Spieler in der Offensive Line, der aus seiner Position nach hinten tritt und quer zur Line of Scrimmage rennt. Mit diesem Spielzug möchte er an einer anderen Stelle blocken. Ein flexibler Spielzug, der bei Laufspielen und Passspielen zum Einsatz kommt.

Pocket: Die Offensive Line schafft einen möglichst geschützten Bereich um ihren Quarterback. Er hat damit freie Sicht auf das Spielfeld, um dann in Ruhe den Pass ausführen.

Hole: Hier macht sich eine Lücke in der Offensive Line auf, durch die dann gewöhnlich ein Ballträger rennt. In einigen Spielzügen sind diese Lücken von Anfang an vorhanden oder können durch spezifische Bewegungen bei einem Block aufgemacht werden.

Laufspielzüge beim American Football

Wir haben es mit diesen Spielzügen zu tun, wenn sich ein Spieler hinter der Line of Scrimmage den Ball schnappt. Dabei kann es sich um den Quarterback handeln, der von seinem Center den Ball übergeben bekommt, oder um den Runningback.

Drive: Dieser Spielzug kann auch andere Namen tragen, wie zum Beispiel Plunge oder Slam. In diesem Fall gibt der Quarterback seinem Runningback den Ball. Dieser rennt dann durch eine Lücke und versucht die Offensive Line zu überwinden.

Off Tackle: Auch hier läuft der Runningback durch die Lücke und bewegt sich knapp außerhalb eines Tackles und daran vorbei. Bei diesem Spielzug entsteht bestenfalls mehr Platz zum Laufen.

Toss: Hier geht es für Fullback und Halfback zu einer vorher gewählten Seite. Sie drehen sich zum gegnerischen Tor. Der Quarterback wirft zum Fullback. Dieser Spieler befindet sich hinter dem Halfback.

Sweep: Bei diesem Spielzug geht es für den Fullback an die Seitenlinie, kurz davor dreht er in Angriffsrichtung ab. Die Offensive Line wird sich so bewegen, um eine möglichst freie Spur für ihren Runningback freizulaufen. Dem Fullback kommt hier die Aufgabe des Lead Blockers zu.

Draw: Der Quarterback geht ein paar Schritte zurück, während seine Offensive Line passiv blockt. Man möchte damit den Eindruck erwecken, es folgt ein Pass. Dabei gibt der Quarterback dem Runningback den Ball, der durch den Block der Spieler läuft.

Reverse: Ähnlich zum Sweep läuft der Runningback zur Line of Scrimmage, übergibt jedoch kurz davor das Eier an den Wide Receiver. Dieser rennt urplötzlich in die andere Richtung. Das ist ein äußerst aufwändiger Spielzug, aber effektiv, wenn die Defense geschlossen zum Runningback eilt, und dann der Wide Receiver frei steht.

Die Positionen in der Defensive

Der Defensive Tackle: Sofern in einer Defensiv-Formation eine ungerade Zahl von Tackles eingesetzt wird, bezeichnet man den mittleren als Nose Tackle. Der Grund: Dieser steht der gegnerischen Offensive Line mittig gegenüber. Je nachdem, welche Position sie in der Formation einnehmen, werden die Spieler als Left oder Right Defensive Takle bezeichnet.

Defensive End: Die Spieler, welche am Ende der Verteidigungslinie positioniert werden, werden als Defensive End bezeichnet. Allerdings wird heute auf die Bezeichnung End verzichtet. Dies geht auf die frühen Jahre des American Footballs zurück.

Linebacker: Der Linebacker steht direkt in der Mitte der Defense, also hinter der Defense Line und vor den Defensive Backs. Der ideale Linebacker muss für sein Team relativ hohe körperliche Ansprüche erfüllen. So sollte er zwischen 1,85 und 1,90 Meter groß und seine Muskelmasse so ausgeprägt sein, dass er ein Gewicht von mindestens 100 Kilo auf die Waage bringt. Weil der Linebacker oft auch die Funktion des Spielführers der Defense erfüllt, ist einiges an Erfahrung und eine gute Übersicht über das Spiel vonnöten. In der Verteidigung werden sie sowohl aktiv gegen das Pass- als auch gegen das Laufspiel eingesetzt.

Cornerback: Der Cornerback wird an der Außenseite der Defense platziert. Er soll das Feld sowohl gegen die gegnerischen Wide Receiver als auch gegen andere Passempfänger verteidigen. Üblicherweise agiert der Cornerback zusammen mit den anderen Defense-Spielern im Rahmen einer Zonenverteidigung, wobei jeder Spieler einen bestimmten Raum verteidigen muss.

Strong Safety: Platziert wird der Strong Safety auf der "starken" Seite der gegnerischen Angriffsreihe. Er steht dem Tight End oder dem Fullback des Gegners relativ direkt gegenüber. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, das Laufspiel des Gegners zu stören.

Free Safety: Die Aufgabe des Free Safetys besteht darin, die Aufstellung des Gegners sowie die Spielzüge zu erahnen. Dadurch sollte er in der Lage sein, Pässe des gegnerischen Quarterbacks abzufangen. Ebenso wie der Strong Safety kann auch der Free Safety den gegnerischen Quarterback direkt attackieren. Diese Vorgehensweise wird als Safety Blitz bezeichnet. Weil es sich dabei allerdings um ein äußerst riskantes Manöver handelt, wird es in der Praxis kaum angewendet.

Nickelback: Beim Nickelback handelt es sich um einen dritten Cornerback, welcher in bestimmten Verteidigungsformationen neben den weiteren Defensive-Backfield-Spielern auf das Feld geht. Zum Einsatz kommt der Nickelback vor allem dann, wenn die gegnerische Offensive eine lange Distanz zu überbrücken hat und deshalb ein Passspiel erwartet wird. Beim Nickelback handelt es sich um keine Starterposition, weil diese in der Grundformation der Verteidigung nicht vorgesehen wird. Die Position wird deshalb üblicherweise von Safeties oder Cornerbacks eingenommen.

Die Defense nimmt Bezug auf den Teil der Mannschaft, in denen ausschließlich defensive Spieler aufgestellt sind. Das Ziel dieser Mannschaft ist nur auf den Gegner ausgelegt. Sie wollen einen möglichen Raumgewinn so schnell wie möglich stoppen, besser verhindern und sich bei Trägern in den Weg stellen. Kaum eine andere Mannschaft ist mit so viel Störsinn ausgestattet wie die Defense beim Football – Ein Job für die ganz harten Kerle eines Teams. Wir wollen nun die einzelnen Positionen und die Besonderheiten der Defense näher vorstellen.

Informationen und Aufgaben der Defense

Bei einem Football Spiel stehen sich in der Regel Offense und Defense gegenüber. Sie verfolgen beide ein gegensätzliches Spiel. Denn die Offense zielt auf einen hohen Raumgewinn und so viele Punkte wie möglich ab. Die Defense möchte eben genau dies verhindern und sich, wenn möglich, über eine Interception den Ball zurückerobern. Doch Vorsicht: Stellt euch auf viele unterschiedliche Formationen und Spiele ein. Wir werden uns bemühen, diese nachvollziehbar zu erklären.

Cornerback

Schaut der Wide Receiver nach vorn, sieht er direkt in die Augen des Cornerback – kurz CB. dieser Spieler hat ein Ziel: Er möchte seinen Gegenspieler am Passfang hindern. Wer auf dieser Position spielen möchte, braucht enorme Geschwindigkeit, sehr belastbare und bewegliche Hüften, um schnell die Richtung wechseln zu können. Darüber hinaus muss der CB ein Bewusstsein dafür entwickeln, was der Wide Receiver als nächstes machen möchte.

Ausgezeichnete Spieler stürmen in dieser Position nicht direkt gegen den Spieler, sprich den Receiver, sondern eher gegen den geworfenen Ball.

Defense End

Hier müssen wir nochmals zwischen der4-3 und der 3-4 Defense unterscheiden:

  • 3-4 Defense: In dieser Formation stehen sehr kräftige und stabile Spieler, die direkt auf den Mann gehen und ihn blocken. Ihnen kommt die Aufgabe der Kontrolle der gesamten Line of Scrimmage zu. Wenige NFL Spieler sind auf diesen Positionen noch dazu so schnell, um auch den Quarterback unter Druck zu setzen.
  • 4-3 Defense: Hier setzen die Mannschaften auf sehr viel leichtere Spieler, die auf Quarterback Jagd gehen. Gerade wenn es zu einem Pass auf dem Feld kommt, genau die richtige Wahl. Wie wir sehen, bedient die Defense wohl eine der facettenreichsten Spieleroptionen, die zwischen sehr kräftigen und sehr agilen Spielern unterscheidet. Wirkliche Top Spieler und Talente verbinden beide Qualitäten miteinander.

Defensive Tackle

An dieser Spielposition finden wir die größten und stärksten Spieler der gesamten Defense einer Mannschaft. Sie versuchen an den Quarterback heranzukommen und ihn beim Lauf zu stoppen. Eine der grundlegenden Qualitäten sind seine schnellen Hände, die den Gegner hindern, sich selbst aus der Position zu schieben.

Free Safety

Der Free Safety – kurz FS – hat die einzige Aufgabe dem Ball zu verfolgen. Kommt es nicht zu einem Laufspiel, sondern zu einem Passspiel, geht er zur Position des Cornerbacks, um ihn zu unterstützen und den Wide Receiver zu verteidigen.

Inside Linebacker

Zumeist gibt es zwei von diesen Spielern mittig in der Defense positioniert. Bestenfalls haben diese Spieler eine sehr starke Physis. Wobei sie aber den Lauf unterbinden und die gesamten Zonen der Pass Coverage abdecken.

Middle Linebacker

Dürfen wir vorstellen: Das ist der Chef der 4-3 Defense. Der Middle Linebacker steht Auge in Auge mit dem Center und behält ihn immer im Blick, um die entsprechenden Anweisungen an seine Mitspieler zu geben.

Der Spy Pass zielt gleichzeitig auf den Quarterback der gegnerischen Mannschaft. Andernfalls hat er genügend Raum, um selbst loszulaufen und Yards zu machen.

Nickel Back

Wir haben es nicht mit der bekannten US Rockband zu tun, sondern mit dem dritten Cornerback. Die Teams setzen bei einem eindeutigen Pass lieber auf den Nickel Back – kurz NB – als auf einen Linebacker, um eine sichere Verteidigung aufzubauen.

Nose Tackle

Zugegeben ein recht ungewöhnlicher Name für einen Spieler, der direkt dem Center gegenübersteht. Dabei hat man den Namen von der Position abgeleitet. In den meisten Fällen handelt es sich um den schwersten Spieler der gesamten Mannschaft. Sie sind damit beschäftigt, zwei der Offensive Liner auszuschalten, um den Linebackern die Chance zu geben, zu tackeln. Wer an dieser Position spielen möchte, braucht nicht nur Kraft und Stärke, sondern sehr viel Disziplin und eine exzellente Technik.

Outside Linebacker

Das Ziel eines Outside Linebackers – kurz OLB – ist es, die seitlichen Laufwege zu verhindern. Neben einem unaufhörlichen Druck, der auf dem Quarterback wirkt, gehören Tackles und Blocks zu seinen Hauptaufgaben.

Strong Safety (SS)

Die erklärten Gegner der Strong Safety – kurz SS – sind die Tight Ends. Bestenfalls zeichnen sich diese Spieler durch ihre enorme Größe und körperliche Stärke aus, die über denen der Free Safety liegt.

Strategien und Taktiken der Defense

Die Vielschichtigkeit der Defense eröffnet dem Defense Coordinator im Zusammenhang mit dem Head Coach vielfältige Aufgaben und taktische Raffinessen. Im Grunde genommen geht es nur darum, den Raumgewinn zu verhindern. Wobei den einzelnen Positionen gleich mehrere Aufgaben zukommen.

Es ist die Kunst des perfekten Zusammenspiels, um bei aller Action und Spannung die Übersicht zu bewahren, die einer Mannschaft schlussendlich den Sieg bringt. So hat letztendlich die Defense einen Einfluss auf den Ausgang des Spiels. Sie bietet für Ihre Offense beste Voraussetzungen für Raumgewinne und unterbindet alle Läufe und Passspiele der gegnerischen Mannschaft.

Die wichtigsten Formationen der Defense

Zu den wichtigsten Aufstellungen gehören 3-4 und 4-3 Defense. Doch was versteckt sich hinter diesem Begriff? Es ist die Front aus 7 Männern, die sich bei 4-3 aus 4 Spielern in der Defensive Line und 3 Linebackern zusammensetzt. Hinter ihnen stehen Safeties und Cornerbacks.

Im Gegensatz dazu ist die 3-4 flexibler und beweglicher, denn die 4 Linebacker haben die Möglichkeit, einen Blitzangriff direkt auf den Quarterback zu starten oder individuell die Empfänger der Pässe aufzuhalten und zu decken. Im Gegensatz zur NFL setzt man bei den College American Football Mannschaften vorwiegend auf die Front aus 8 Männern, wie zum Beispiel 6-2, 4-4 oder 5-3.

Die Special Teams

Der Kicker: Der Kicker ist dafür zuständig, ein Field Goal bzw. den Point after Touchdown zu erzielen. Seine Aufgabe besteht darin, den Ball aus dem Feld heraus oder nach dem Touchdown durch das Torgestänge des Gegners zu schießen. Kicker nehmen eine entscheidende Rolle ein, weil sie mit einem Punktgewinn einen schlechten Lauf ihres Teams ausgleichen können. Selbst einige Super Bowls wurden in der letzten Sekunde durch Field Goals entschieden.

Kicker

Der Punter: Ein guter Punter zeichnet sich vor allem durch eine gute Schusstechnik aus, weshalb Punter oft auch zugleich die Position des Kickers einnehmen. Zum Einsatz kommt der Punter, wenn absehbar ist, dass die eigene Mannschaft keinen Raumgewinn von zehn Yards erreichen kann. In diesem Fall kickt der Punter den Ball möglichst weit in die gegnerische Hälfte, was jedoch zum Verlust des Angriffsrechts führt

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Kicking Specialist: Kicking Specialists kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Ball mit dem Fuß getreten wird. Das ist bei Punts und Field Goals ebenso der Fall wie bei einem Kickoff oder dem Point after Touchdown. In der Regel werden Kicking Specialists nicht auf anderen Positionen eingesetzt.

Long Snapper: Beim Long Snapper handelt es sich um einen Spezialisten. Wie auch der Center befördert der Long Snapper den Ball zwischen seinen Beinen hindurch zu einem Mitspieler. Weil der Long Snapper nur eingesetzt wird, wenn große Distanzen zum Mitspieler zu überwinden sind, muss er äußerst schnell und präzise agieren. Dass diese Position enorm wichtig ist, zeigt sich unter anderem daran, dass in der NFL mittlerweile jedes Team einen Long Snapper besitzt, der auf keiner anderen Position spielt.

Holder: Die Aufgabe des Holders besteht darin, den Ball bei einem Point-after-Touchdown- oder einem Field-Goal-Versuch gerade zu halten, damit der Kicker zuverlässig treffen kann. Er muss deshalb die Fähigkeit besitzen, den Ball möglichst fehlerfrei anzunehmen. Häufig werden aus genau diesem Grund Punter und Backup-Quarterbacks als Holder eingesetzt. Diese müssen in der regulären Position nämlich auch dazu in der Lage sein, Bälle anzunehmen. Der Holder sollte sich darüber hinaus durch ein gewisses Maß an Schnelligkeit auszeichnen und gut mit dem Kicker harmonieren. Denn je nach der Kicktechnik des Kickers muss der Holder den Ball positionieren.

Kick Returner: Der Kick Returner muss nach einem Kickoff des Gegners versuchen, den Ball zunächst zu fangen und anschließend weitestmöglich zurückzutragen. Als Alternative kann er auch einen Fair Catch anzeigen. In diesem Fall darf er den Ball fangen, ohne getackelt zu werden. Allerdings darf er den Ball dann nicht mehr weiter nach vorne bringen. Diese Option wählt der Kick Returner üblicherweise dann, wenn ihm die Gegner zu nahe kommen und das Fangen des Balls nicht mehr gewährleistet ist.

Punt Returner: Der Punkt Returner muss den Ball bei einem gegnerischen Punt fangen und weitestmöglich zurücktragen. Sobald er den Ball gefangen hat, läuft der Punt Returner in Richtung der gegnerischen Endzone. Schafft er es, den Ball in die Endzone zu tragen, handelt es sich um einen Punt-Return-Touchdown. Gelingt ihm dies nicht, startet die Offense den nächsten Angriff von der Position aus, an die der Punt Returner den Ball tragen konnte. Alternativ kann der Punt Returner auch einen Fair Catch anzeigen, indem er die Arme über den Kopf schwenkt. In diesem Fall darf er zwar den Ball fangen, kann allerdings keinen Raumgewinn erzielen.

Return Specialist: Die Aufgabe des Return Specialist besteht darin, Kickoffs, Punts und Field Goals, welche zu kurz geraten sind, zurückzutragen. Üblicherweise wird der Return Specialist auch auf weiteren Positionen eingesetzt.

Offensive Line - Defensive Line