DAZN - Der beste Sport für 9,90 €/mtl. + Gratismonat zum Testen

Die Pirates wurden versenkt


Headcoach Maier: „Wir haben wohl geglaubt, wir können gar nicht mehr verlieren“. Gegen fünf Uhr morgens erreichten die Fighting Pirates mit einer 27:48-Niederlage im Gepäck die Heimat.

Die Pirates wurden versenkt
Elmshorn Fighting Pirates vs Solingen Paladins
Foto: Anißa Nowak

Erneut gab es – nach der 7:21-Niederlage in der Aufstiegsrelegation – in einem Duell mit den Solingen Paladins nichts zu holen. „Die Nacht war auch nur kurz. Ich habe mir morgens schon ein paar Szenen angeschaut. Unsere Einstellung hat einfach nicht gestimmt. Wir haben wohl geglaubt, dass wir gar nicht mehr verlieren können“, sagte Pirates-Headcoach Jörn Maier. Nach vier Siegen in Folge gab es damit erneut einen ordentlichen Dämpfer.

„Solingen war schon als ungeschlagener Meister in der stärker einzuschätzenden Regionalliga West ein gutes Team, gegen das wir nicht gewinnen konnten. Und nun sind sie in dieser Saison noch einmal besser geworden“, lobte Maier den Gegner, ärgerte sich aber auch über die zu lässige Einstellung seiner Mannschaft. „Das war mit Abstand unser schlechtestes Saisonspiel.“ Während Solingen kaum Fehler machte, leisteten sich die Piraten viel zu viele. Im ersten Quarter war es Wide Receiver Nassim Amroun, der für die ersten Elmshorner Punkte sorgte. Er fing einen 34-Yards-Pass von Quarterback Justin Alo in der Endzone. Kicker Sören Becker verkürzte auf 7:21. Denn: Die Paladins dominierten im Passspiel und zeigten der Elmshorner Abwehr ihre Grenzen auf.

Auch im zweiten Viertel gelang den Piraten nur ein Touchdown – Amroun sicherte den Ball nach einem 37-Yards-Wurf. „Er hat auf jeden Fall noch ein ganz gutes Spiel gemacht", so Maier, der ansonsten wegen der fehlerbehafteten Spielweise seines Teams nicht allzu viel Grund zur Freude hatte. Zudem war Runningback Khairi Dickson, personifizierte Punktegarantie der Piraten, diesmal krankheitsbedingt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, stellte sich aber dennoch in den Dienst der Mannschaft.

Zur Halbzeit hieß es bereits 14:34 aus Elmshorner Sicht. Die letzten beiden Viertel (7:7 und 6:7) waren dann etwas ausgeglichener. Dickson trug den Ball noch einmal über sechs Yards in die gegnerische Endzone, Sören Becker verwandelte den Kick. Alo lief noch einmal die Distanz von vier Yards zum vierten Elmshorn-Touchdown.

Am kommenden Sonnabend empfangen die Elmshorn Fighting Pirates dann im Krückaustadion die Paderborn Dolphins (Kickoff 15 Uhr). Auf dem Papier scheint es nach einer klaren Angelegenheit auszusehen. „Man darf in der GFL 2 nicht davon ausgehen, dass uns der Sieg geschenkt wird“, sagt Maier. Vor allem nicht, wenn man ähnlich fahrig agieren würde, wie nun im Gastspiel beim Mitaufsteiger.