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Longhorns gewinnen drei Sekunden vor Schluss


Die Langenfelder gewannen ein direktes Duell um den Klassenerhalt. american-football.com mit einem Rückblick auf den letzten Spieltag und einer Vorschau auf das kommende WE

Longhorns gewinnen drei Sekunden vor Schluss

Die Langenfeld Longhorns haben das Duell der Aufsteiger in der Nordstaffel der GFL2 mit einem furiosen Endspurt gegen die Rostock Griffins 35:31 (7:3, 7:7, 6:21, 15:0) für sich entschieden. Für die Langenfelder war es ein immens wichtiger Sieg im Rennen um den Klassenerhalt. Durch die Heimniederlage im ersten Heimspiel fielen die Rostocker indes auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Dabei stand die Reise an die Ostsee für die Longhorns unter denkbar ungünstigen Bedingungen. Aufgrund vieler Verletzungen standen Headcoach Michael Hap nur 25 Spieler zur Verfügung. Das schien bei sommerlichen Temperaturen spätestens im dritten Viertel nicht mehr folgenlos zu bleiben, als die Kräfte immer mehr nachließen. Durch einen Kraftakt im Schlussabschnitt bescherte der US-Boy Darnell Evans den Langenfeldern aber drei Sekunden vor dem Ende den so wichtigen zweiten Saisonsieg beim direkten Abstiegskonkurrenten.

Gamecocks entfernen sich von den Abstiegsrängen

Derweil feierten die Bonn Gamecocks in einem der vielen West-Duelle der Staffel ihren dritten Saison-Erfolg. Beim 28:14  (0:7, 14:0, 7:7, 7:0) nahmen die Kampfhähne aus der früheren Bundeshauptstadt Revanche für die 18:35-Hinspielniederlage am dritten Spieltag in Essen. Insgesamt zeigten die Bonner über die gesamte Spielzeit die reifere Spielanlage und verteidigten so Rang drei der Tabelle hinter dem Spitzenduo Potsdam Royals und Düsseldorf Panther. Für Essen steht wohl ein weiteres Jahr Abstiegskampf auf dem Programm.

Nachdem die Essener die ersten Punkte aufs Scoreboard gebracht hatten, glichen die Gamecocks mit einem sehenswerten Bigplay von Quarterback Drew Burko auf Wide Receiver Lars Borchwald aus. Die weiteren Scores für die Gastgeber machten Runningback Ben Michel, erneut Borchwald und sein Passempfänger-Kollege Nils Dobmeier. Zuvor war Carcinals-Receiver Yannick Baumgärtner der zwischenzeitliche 14:14-Ausgleich gelungen. "Wie erwartet war es zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, auf das wir jedoch mit zunehmender Spieldauer immer besseren Zugriff bekommen haben", bilanzierte Gamecocks-Headcoach Stefan Naumann nach dem Spiel

Potsdam und Düsseldorf: Fernduell geht weiter

Auch an diesem Spieltag gaben sich die Aufstiegsfavoriten aus Potsdam und Düsseldorf keine Blöße. Während Düsseldorf Panther am Samstag vorgelegt hatte, zogen die Potsdam Royals am Sonntag nach. Düsseldorf gewann das NRW-Derby gegen die Paderborn Dolphins mit 16:0 (6:0, 3:0, 0:0, 7:0) und Potsdam schlug die Lübeck Cougars mit 59:15 (3:0, 28:7, 7:2, 21:6). Für die Cougars war es die höchste Niederlage seit über fünf Jahren.

Für die Düsseldorfer war die sattelfeste Defense Sieggarant, denn auch die Verteidigung der Dolphins machte es den Gastgebern extrem schwer, außerdem haderten die Düsseldorfer mit vielen Flaggen, die gegen sie geworfen wurden. Insbesondere Panther-Quarterback Zach Maynard kam nicht wie gewohnt zum Zug. Entsprechend resultierten beide Touchdowns des GFL-Absteigers aus je einem Laufspiel. Einmal trug Tyrone Alexander den Ball über 22 Yards in die Endzone, einmal war Octavias McKoy über 19 Yards erfolgreich, zudem erzielte Kicker Daniel Schuhmacher aus 42 Yards ein Fieldgoal. " Unser Angriff hat heute einen sehr schlechten Tag erwischt. Wir waren zu langsam und die geworfenen Bälle waren zu hoch", kritisierte auch Headcoach Deejay Anderson.

Lübeck hatte "kein Zweitliga-Niveau"

Für Lübeck deutet sich unterdessen eine harte Saison in der Nordstaffel an. Nach der deutlichen Niederlage bei den Royals befinden sich die Nordlichter mit 2:6 Punkten im Abstiegskampf. Die höchste Niederlage seit langer Zeit könnte das Selbstvertrauen nachhaltig belasten. Vor allem die Defense wurde vom Potsdamer Spielmacher Zach Shaw regelrecht auseinander genommen. Durch Touchdowns von Shaw, Frederick Myrup Nielsen, Calvinaugh Jones und David Saul lagen die Royals schon zur Pause mit 31:7 vorne.

Nach der Pause legten Nielsen und Saul mit jeweils zwei weiteren Touchdowns nach. Besonders sehenswert: Der Lauf von Saul über 80 Yards zum letzten Potsdamer Touchdown des Spiels. Während die Royals damit die Tabellenspitze verteidigten, fasst Lübecks Sportdirektor Max Paatz das Spiel wie folgt zusammen: "Wir waren zu keinem Zeitpunkt im Spiel. Konnten nur die ersten fünf bis zehn Minuten mithalten, danach sind wir eingebrochen. So schwer es fällt das zu sagen: Wir hatten heute kein Zweitliga-Nievau."

Cougars müssen gegen Longhorns in die Erfolgsspur finden

Richtungsweisend könnte die Partie der Cougars am kommenden Spieltag daheim gegen Aufsteiger Langenfeld Longhorns sein. Mit einem Heimsieg könnte man die Zwischenbilanz halbwegs retten und mit dem Aufsteiger nach Pluspunkten aufschließen. Bei einer Niederlage würden sich die Langenfelder erstmal von den Lübeckern absetzen.

Außerdem steht das Royals-Panther-Spitzenduo vor schweren Auswärtsaufgaben. Düsseldorf tritt am Samstag beim Tabellendritten, den Bonn Gamecocks an, während Potsdam zu Gast bei Vorjahres-Vizemeister Paderborn Dolphins ist. Zwei Spiele mit Stolperpotenzial für die Favoriten.

Südstaffel: Rams stürzen in die Krise

Furios waren die Nürnberg Rams in die Saison gestartet. Während die Niederlage gegen die Wiesbaden Phantoms am dritten Spieltag noch in die Kategorie Betriebsunfall fiel, stürzte die aktuelle 28:35 (0:14, 6:0, 15:7, 7:14)-Pleite bei den Albershausen Crusaders die Rams auf Platz fünf und in die Krise. Zumal beim Aufsteiger aus Albershausen mit Runningback Andreas Teichmann, Linebacker Stefan Trendl und Receiver Stephen DeMarco noch drei wichtige Spieler verletzt ausfielen.

Der Erfolg der Crusaders war aber vor allem dem Special Team zu verdanken, das nach dem Ausgleich zum 28:28 sein Team mit einem geglückten Onside-Kick in gute Feldposition brachte, was Giano White für einen weiteren Touchdown nutzte. Die restlichen drei Minuten auf der Uhr konnten die Rams ihrerseits nicht mehr nutzen. Während die Rams mit 4:4 Punkten zurückgefallen sind, schweben die Crusaders mit nun 5:5 Punkten auf einer Euphoriewelle - Rang zwei lautet die aktuelle Zwischenbilanz.

Phantoms finden in die Spur

Mit dem zweiten Sieg in Folge haben die Wiesbaden Phantoms nun ihren Fehlstart in die Saison hinter sich gelassen. Der 40:20 (26:6, 0:0, 8:7, 6:7)-Erfolg über die Ravensburg Razorbacks sorgt für etwas Beruhigung im Lager der Wiesbadener. Dabei legten die Phantoms los, wie die Feuerwehr. Ein Fumble wurde von Nicholas Reyna direkt bis in die Endzone des Gegners getragen, danach reichten in drei Drives insgesamt elf Spielzüge für drei weitere Touchdowns und einen Halbzeitstand von 26:6.

Die 20-Punkte-Führung wurde bis zum Spielende verteidigt, was Headcoach Patrick Greisheimer zu folgender Bilanz brachte: "Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft. Die Zahnräder haben gut ineinandergegriffen." Ravensburg verpasste derweil den Sprung auf Platz eins der Tabelle.

Wildcats holen ersten Saisonsieg

Außerdem absolvierten die Kirchdorf Wildcats bei Aufsteiger Fursty Razorbacks ihr erst zweites Saisonspiel. Beim 38:31 (13:0, 3:8, 14:13, 8:10) gingen die Kirchdorfer früh durch zwei Touchdowns von Dylan Stepleton und Lukas Anzeneder mit 13:0 in Führung, doch bis kurz  Spielende hatten die Wildcats ihre Führung verspielt und lagen 30:31 hinten. "Wir haben in dieser Phase mit unserer Defense wieder vergessen zu tackeln", erklärte Headcoach Christoph Riener.

Doch die Wildcats kamen in der letzten Minute noch einmal zurück ins Spiel. Madison Mangum fing zunächst einen Pass von Jadrian Clark, die folgende Two-Point-Conversion trug Quarterback Clark gleich selbst in die Endzone. Mit nur noch 13 Sekunden auf der Uhr versuchten es die Fürstenfeldbrucker mit einem tiefen Pass, der jedoch abgefangen wurde.

Topspiel in Gießen

Die kuriose und enge Tabelle der Südstaffel ergibt es, dass das Spiel zwischen den Gießen Golden Dragons und den Albershausen Crusaders das Topspiel des Ersten gegen den Zweiten ist. Der Sieger behält oder erklimmt die Spitze. Derweil gieren die Phantoms bei ihrem Gastspiel bei den Wildcats nach dem dritten Sieg in Folge. Außerdem kommt es in Ravensburg zum Razorbacks-Duell zwischen dem Gastgeber und Fürstenfeldbruck.

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