Unicorns zum achten Mal im Germanbowl!


Ein hochklassiges und spannendes Halbfinale sahen die 3.156 Zuschauer am Samstag in Schwäbisch hall, das mit den Unicorns einen verdienten Sieger fand.

Joshua Haas, Schwäbisch Hall Unicorns, mit spektakulärer Flugeinlage
Joshua Haas
Foto: Manfred Löffler

Die Dresden Monarchs spielten lange auf Augenhöhe mit ihren Gastgebern, mussten sich am Ende ab er mit 13:30 geschlagen geben.

Zum fünften Mal waren die Dresden Monarchs am Samstag zu einem Halbfinale nach Schwäbisch Hall gereist. Diesmal sollte es endlich mit einem Sieg und dem damit verbundenen Einzug in den Germanbowl klappen. Bis weit ins dritte Viertel hinein war diese Hoffnung auch durchaus berechtigt, denn die Monarchs lieferten sich mit ihren Gastgebern zunächst ein Duell auf Augenhöhe.

Die Gäste waren es auch, die zunächst in Führung gehen konnten. Nachdem der Ballbesitz zweimal durch Befreiungskicks wechselte, war es ihr Spielmacher Glen Cuiellette, der im zweiten Dresdener Angriffszug viele Yards selbst erlief und dann einen 44-Yards-Pass auf den Top-Receiver Kevonn Mabon zum 6:0 warf.

Die Haller Offense tat sich in der ersten Hälfte sichtbar schwer gegen die starke und aggressiv spielende Monarchs-Defense. Quarterback Jadrian Clark kam oft unter Druck und wurde auch zweimal mit Raumverlust zu Boden gebracht. So passte es auch ins Bild, dass den Hallern nicht gleich der Ausgleich sondern lediglich ein 34-Yard-Fieldgoal durch Tim Stadelmayr zum 3:6 gelang.

Aber auch die Schützlinge von Halls Defense-Coordinator Johannes Brenner wussten ihre Gegner zu kontrollieren. Sie zwangen die Gäste zu zwei weiteren Befreiungskicks und nutzten die Ballbesitze zur 16:6-Führung durch einen Clark-Pass auf Aurieus Adegbesan über drei Yards und einen Clark-Lauf über zwei Yards (beide PAT Stadelmayr).

Beim zweiten dieser Touchdowns funktionierte die Haller Offense sogar zu gut. In nur 40 Spielsekunden bewegte man den Ball mit zwei sehenswerten Pässen auf Joshua Haas und Tyler Rutenbeck sowie einer Strafe gegen Dresden 64 Yards weit über das Feld. Zu schnell, denn damit bekam die Dresdener Offense in den verbleibenden 80 Sekunden vor der Halbzeit noch eine Chance auf weitere Punkte, die sie auch nutzte. Pässe auf Mike Schallo, den an diesem Tag besten Receiver der Sachsen, brachten sie schnell an die Haller Endzone heran und Glen Cuiellette überbrückte die letzten acht Yards zum 16:13-Anschluss (PAT Florian Finke).

Der Start in die zweite Hälfte hätte für die Unicorns kaum schlechter ausfallen können. An der eigenen 8-Yard-Linie musste man den ersten Angriff starten, wurde zum Befreiungskick gezwungen und der fiel auch noch recht kurz aus. Dresden durfte den Gegenangriff an der Haller 36-Yard-Linie starten und hatte somit die große Chance, wieder in Führung zu gehen. Mehr als einen Fieldgoal-Versuch ließ die Haller Defense aber nicht zu und der wurde von den Sachsen aus 22 Yards Entfernung auch noch vergeben.

Der schlechte Start in die zweite Halbzeit war bei den Gastgebern damit schnell vergessen und man spürte förmlich, wie fest entschlossen die amtierenden Deutschen Meister nun waren, dieses Spiel an sich zu reißen. 90 Sekunden vor dem letzten Seitenwechsel war es dann auch ein 53-Yards-Pass von Clark auf Andre Feuerherdt (PAT Stadelmayr), der ihnen das 23:13 brachte. Das Momentum wechselte endgültig auf die Haller Seite, als Glen Cuiellette den Ball verlor und Halls Niko Knoblauch das Lederei sichern konnte.

Hall begann das letzte Viertel mit einem 43-Yards-Pass von Clark auf Nate Robitaille (PAT Stadelmayer) zum 30:13 und verstand es im Anschluss sehr gut, viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Die Haller Defense erlaubte dem Dresdner Angriff keine Big Plays mehr und als Cody Pastorino 80 Sekunden vor Spielende einen Cuiellette-Pass abfangen konnte, stand der Halbfinalsieger fest.

Es war ein hartes Spiel und es war etwas enger, als es das Ergebnis sagt“, sagte Halls Head Coach Jordan Neuman nach dem Spiel. „Ich bin sehr stolz auf unsere Defense. Sie hat sich weder von dem Dresdner Touchdown kurz vor der Pause noch von dem schwierigen Start in die zweite Hälfte beeindrucken lassen und hat in der zweiten Halbzeit keine Monarchs-Punkte mehr zugelassen.“ Zufrieden zeigte er sich auch mit seiner Offense: „Da waren ein paar schöne Big Plays dabei und besonders gut hat mir der letzte Drive gefallen, mit dem wir über sechs Minuten von der Uhr nehmen konnten.“

Die Schwäbisch Hall Unicorns haben mit diesem Spiel den 50. Sieg in Folge erzielt und ziehen zum insgesamt achten Mal sowie zum sechsten Mal in Folge in das Endspiel um die Deutsche Footballmeisterschaft ein. Der 41. Germanbowl findet am 12. Oktober in Frankfurter Commerzbank-Arena statt. Gegen wen die Haller dort antreten müssen, wird am Sonntag im Halbfinale zwischen den Braunschweig NewYorker Lions und Frankfurt Universe entschieden.  

Die Punkte für Hall erzielten: Tim Stadelmayr (6), Aurieus Adegbesan (6), Jadrian Clark (6), Andre Feuerherdt (6) und Nathaniel Robitaille (6).

 

Zuschauer: 3.156

 

Viertelergebnisse: 0:6 / 16:7 / 7:0 / 7:0 / Final: 30:13

 

Alle Punkte:

0:6 – Kevonn Mabon – 44-Yard-Pass von Glen Cuiellette (PAT missed)

3:6 – Tim Stadelmayr – 34-Yard-Fieldgoal

10:6 – Aurieus Adegbesan – 3-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

16:6 – Jadrian Clark – 2-Yard-Lauf (PAT blocked)

16:13 – Cheikhou Sow – 7-Yard-Pass von Glen Cuiellette (PAT Florian Finke)

23:13 – Andre Feuerherdt – 53-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

30:13 – Nathaniel Robitaille – 43-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

 

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