Pirates verlieren Offensiv-Schlacht gegen die Paladins mit 47:50


Am 14. GFL 2-Spieltag gab es einen Tag der offenen Tür im Elmshorner Krückaustadion, denn die Abwehrreihen der Fighting Pirates und auch des Gegners Solingen Paladins zeigten sich der jeweilig gegenüberstehenden Offensive mehr als großzügig.

Pirates verlieren Offensiv-Schlacht gegen die Paladins mit 47:50
Elmshorn Fighting Pirates vs Düsseldorf PantherSolingen Paladins
Foto: KlimaPic

Mit 47:50 (20:21,13:7, 7:7, 7:15) musste sich der Gastgeber vor 711 Fans geschlagen geben. „Als Aufsteiger auf dem dritten Tabellenplatz zu landen ist ein gutes Ergebnis. Aber natürlich hätte ich mir als Headcoach noch einen Sieg zum Saisonabschluss gewünscht“, sagte Jörn Maier, der nach Spielende viel Zuspruch von allen Seiten für einen gelungenen Einstand in der GFL 2 erhielt – unabhängig davon, dass die Piraten zuletzt dreimal in Folge keine Beute machen konnten.

Bevor die Football-Fans im Krückaustadion das Spektakel verfolgen konnten, mussten sie sich etwas gedulden. Weil einige Spieler Solingens noch im Stau standen, wurde der Kickoff um eine halbe Stunde verlegt. Nachdem die Elmshorner den Ball dann in die Partie gebracht hatten, dauerte es vier Minuten, ehe der Tabellenzweite aus Nordrhein-Westfalen den ersten Touchdown plus Extra-Punkt erzielten (0:7). Doch die Piraten konnten umgehend zurückschlagen – Quarterback Justin Alo setzte Wide Receiver Johannes Jermies mit einem Zuspiel über circa 25 Yards in Szene und erreichte nach ein paar weiteren Schritten die gegnerische Endzone – Kicker Sören Becker traf zum 7:7.

Die Freude hielt nur kurz, weil der Piraten-Kickoff von den Paladins direkt in Elmshorns Endzone getragen wurde (7:14) – zum wiederholten Male in dieser Saison kassierten die Pirates auf diese Weise durchaus vermeidbare Punkte. Allerdings war im Angriff wieder Verlass auf Runningback Khairi Dickson, der rund 25 Yards im Laufschritt abspulte (14:14).

Und es ging munter weiter im ersten Viertel: Die Paladins konnten die Elmshorner Defensive erneut überwinden, sodass die Gastgeber nach dem dritten Touchdown der Solinger erneut mit sieben Zählern hinten lagen (14:21). Elmshorns Wide Receiver Christoffer Jensen kam knapp 25 Yards vor der gegnerischen Endzone an ein Zuspiel von Alo, und tankte sich mit dem Ball im Arm zum Piraten Touchdown Nummer drei durch. Der Extra-Kick verfehlte diesmal allerdings sein Ziel (20:21).

Dickson trug das „Ei“ anschließend noch einmal über 14 Yards in die Paladins-Endzone, Solingen konterte (27:28). Dann war wieder Elmshorns bester Läufer am der Reihe (33:28). Die Two-Point-Conversion schlug fehl, doch auch Sören Becker, der kurz darauf zum zweiten Mal einen Pass des Gegners abfing, oder Outside-Linebacker Jake Brennicke – ebenfalls mit einer Interception – konnten mit ihren Aktionen die Elmshorner entscheidend in Vorteil bringen.

Zunächst sah es noch danach aus: KD“ (1-Yard-Run) brachte die Piraten in Führung (40:28), doch zweimal konnte die Pirates-Abwehr das Laufspiel des Gegners nicht stoppen (40:43). Pirates-Spielmacher Alo rannte dann über acht Yards zum 47:43, doch den Schlusspunkt setzten die Gäste, die ebenfalls als Liga-Neuling sogar auf Rang zwei landeten.

Wir haben die zweitmeisten Punkte in unserer Staffel kassiert und sind trotzdem Dritter geworden. Man muss jetzt kein weiser Mann sein, um zu wissen, an welchen Stellschrauben wir nun unter anderem drehen müssen“, sagt Maier. 538 Zähler konnte Elmshorn im Angriff erzielen (Bestwert), Dickson kam auf 45 (!) Touchdowns in 14 Partien. Allerdings bekam nur Paderborn mehr Gegenpunkte verpasst als die Piraten (466).

Der Headcoach wird nun mit Offense-Coordinator Andreas Nommensen und Defense-Coordinator Ivo Kolbe sowie Sportdirektor Max Paatz die Saison 2018 aufarbeiten. Die Planung für das kommende Jahr hat bereits begonnen und wird stetig intensiviert. Anfang November wird es ein offenes Team-Meeting geben, bei dem sich interessierte Spieler ein Bild vom ambitionierten Club machen können. Mitte November beginnt das Hallen-Training