Personalveränderung in der Jugendnationalmannschaft


Mit dem 41:12-Sieg gegen Italien und dem Sieg in der B-Gruppe wurden die Grundlagen geschaffen, um im kommenden Jahr im Europameisterschaftszyklus endlich wieder mit um den Titel spielen zu können.

Sven Gloss
Sven Gloss
Foto: AFVD

Großen Anteil daran hatte Offensive Coordinator Sven Gloss, dessen Offense in drei von vier Spielen seit dem Wiedereinstieg in den internationalen Spielbetrieb (nach fünf Jahren Pause) über 40 Punkte erzielte und auch im Spiel gegen Frankreich – immerhin regelmäßiger Medaillenanwärter – eine souveräne Leistung ablieferte und auch da 28 Punkte auf’s Scoreboard brachte.

Bedingt durch seine hohe berufliche Belastung und ständigen langen Fahrtstrecken, die sein neuer Job mit sich brachten, wurde es für Sven Gloss ohnehin schon immer schwieriger, Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Dies in Kombination mit der Veränderung des EM-Modus durch die IFAF (statt einem zusammenhängenden Turnier werden bis zu drei Einzelspiele an separaten Terminen gespielt, so dass sich nicht nur der sportliche, sondern auch der organisatorische Aufwand mehr als verdoppelt hat) führten dazu, dass Sven Gloss zukünftig nicht mehr als Offensive Coordinator zur Verfügung stehen wird.

Nach fünfzehn Jahren mit mehreren Welt- und Europameisterschaftsteilnahmen wird dies ein enormer Einschnitt für den Coaching Staff der Jugendnationalmannschaft, da Sven Gloss nicht nur das langjährigste Mitglied im Coaching Staff, sondern auch der letzte noch verbliebene Europameistertrainer von 2008 war.

Headcoach Philipp Stursberg und Direktor der Jugendnationalmannschaft Jürgen Siebmanns sind sich einig: „Mit Sven Gloss verliert die Jugendnationalmannschaft nicht nur einen begeisterungsfähigen Trainer mit herausragender fachlicher Kompetenz, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit und großartigen Menschen, die in den letzten Jahrzehnten die positive Entwicklung – auch über den sportlichen Bereich hinaus – vieler Jugendlicher und auch Erwachsener maßgeblich geprägt und gefördert hat.Wir bedanken uns bei Sven für seinen herausragenden Einsatz und Enthusiasmus und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!“

Die Veränderung des Europameisterschafts-Modus hat auch Auswirkungen auf die weitere Terminplanung der Jugendnationalmannschaft:

Das Jugendländerturnier rückt noch stärker als bisher in den Fokus als Sichtungsmaßnahme für die Jugendnationalmannschaft. Die bisher immer zwei Wochen nach dem Jugendländerturnier stattfindende November-Sichtung sowie die Sichtung am letzten Märzwochenende entfallen, werden aber durch ein Wochenendcamp mit dem 75er-Kader (der auf Basis der Eindrücke vom Jugendländerturnier nominiert und eingeladen wird, zeitnäher vor dem ersten Spiel (voraussichtlich Mitte Februar) kompensiert.

Die Spieltermine der Jugendnationalmannschaft 2024 werden sein:

Osterwochenende 2024 (30./31. März 2024)
Zweites Mai-Wochenende 2024 (11./12. Mai 2024)
Drittes September-Wochenende 2024 (21./22. September 2024)
Vor jedem der drei Spiele wird der dann jeweils aktive 45er-Kader für ein paar Tage in ein kurzes Trainingslager gehen.

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