Panther müssen gegen Kiel gewinnen


Wir geben nicht auf, wir werden fighten und notfalls Gras fressen“ Am Samstag geht es für die Panther (fast) schon um alles oder nichts

Düsseldorf Panther Einlauf
Panther
Foto: Stephan Partisch

Ein Sieg gegen die Kiel Baltic Hurricanes muss unbedingt her, wollen die Düsseldorfer das Relegationsspiel am Ende der Saison gegen den Ersten der zweiten Bundesliga Nord vermeiden. Nach dem Kieler Punktgewinn vorige Woche zu Hause gegen die Potsdam Royals haben die Wirbelwinde schon drei Punkte Vorsprung auf die Panther. Ein Sieg ist deshalb eigentlich schon eine Pflichtaufgabe. „Wir geben nicht auf, werden fighten und notfalls Gras fressen“ erklärt Panther-Headcoach John Leijten vor dem wichtigen Spiel am Samstag im Stadion des VFL Benrath (Kick Off 17 Uhr).

Wie können es die Panther schaffen, das Steuer rum zu reißen und doch noch eine Chance auf den vorletzten Platz der GFL-Nord zu haben? Diese Frage beschäftigt die Verantwortlichen der Düsseldorf Panther nun schon seit Wochen. So langsam muss das neue Team in der GFL angekommen sein und bessere Spiele als zuletzt zweimal gegen die Berlin Rebels zeigen. Gegen Kiel wird es wieder schwer für die Panther, denn auch die Mannschaft aus der Segler-Metropole geht es am Samstag um viel mehr als nur zwei Punkte. Ein Sieg oder ein Punktgewinn in Düsseldorf, selbst eine Niederlage mit weniger als 20 Punkten Differenz, würde für die Kiel Baltic Hurricanes aller Wahrscheinlichkeit nach dem 37:17-Erfolg im Hinspiel bereits die vorzeitige Sicherung des Klassenverbleibs bedeuten. Schließlich spräche dann der direkte Vergleich mit dem – nach dem bisherigen Saisonverlauf – mutmaßlich schwächsten Konkurrenten in der Nordgruppe der German Football League für das Team aus Kiel. Alles Weitere, weitere Siege, vielleicht sogar noch ein Schnuppern an den Play-off-Plätzen wäre für die Schützlinge von Headcoach Timo Zorn ein – selbstverständlich höchst willkommenes – Zubrot. Dass das trotz der drei deutlichen Niederlagen zuhause gegen Dresden und Köln sowie bei den Berlin Rebels durchaus machbar sein kann, zeigten die beiden jüngsten Partien. Im Rückspiel bei den Crocodiles unterlagen die Kieler denkbar knapp und unglücklich 12:13. Und beim Remis gegen die Royals führten die Nordlichter schon 21:0, ehe die favorisierten Potsdamer noch den Ausgleich erkämpften.

Ähnlich wie bei den Panthern mussten die Kieler in der turbulenten Off-Season ein völlig neues Team aufbauen. Die Insolvenz der Betriebs-GmbH sorgte für ein engeres Zusammenrücken im Verein, aber sorgte auch für einen großen Aderlass. Mehr als 20 Akteure, darunter viele Starter, verließen Kiel. Das gute Dutzend an Neuzugängen kam – mit Ausnahme der US-Importe und des 2.01 großen norwegischen Offenseline-Hünen Jonas Hagerup – durchgängig aus alles andere als erstklassigen deutschen und europäischen Vereinen und muss seine GFL-Tauglichkeit erst noch beweisen, bzw. erwerben. Als neuer Spielmacher wurde Jake Purichia verpflichtet, der zuletzt die University of Indianapolis in der Playoffs der NCAA Division II geführt hatte. Zusammen mit WR Markell Castle und Running Back Julian Ampaw wird er versuchen die Panther-Defense auszuheben.

 

Düsseldorf Panther – Kiel Baltic Hurricanes Samstag, 29.Juni, Kick Off 17 Uhr

Stadion VFL Benrath, Eingang über Bayreuther Straße

 

 

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