Fighting Pirates trotzen dem Wirbelsturm


Headcoach Jörn Maier war nach der 7:28-Niederlage der Fighting Pirates beim Erstligisten Kiel Baltic Hurricanes mächtig stolz auf sein Team:

Fighting Pirates trotzen dem Wirbelsturm
Elmshorn Fighting Pirates Defense
Foto: Elmshorn Yellow Press

„Die erste Halbzeit war tatsächlich ziemlich ausgeglichen. Damit können wir sehr, sehr zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf allen Positionen eher die Backups gebracht, die sich zeigen müssen. Ab dann hat man einen echten Leistungsunterschied sehen können.“

Der erste Touchdown dieser Testbegegnung war dann bei widrigen Wetterbedingungen – der Regen war eine der größten Konstanten des Spiels – den Gästen aus der Krückaustadt vorenthalten. US-Quarterback Justin Alo warf das Spielgerät über 26 Yards in die Endzone, wo es von Wide Receiver Nassim Amroun wohlbehalten aufgefangen wurde. Kicker Sören Becker sorgte für die zwischenzeitliche 7:0-Führung der Gäste, die bis zum Ende des ersten Viertels Bestand haben sollte. „So ein bisschen hat es mich schon erschrocken, dass bei Kiel nicht mehr ging, weil sie vieles versucht haben. Unsere Defense hat einen super Job gemacht. Ab dem ersten Viertel war Kiel etwas im Panik-Modus, weil sie gemerkt haben, dass sie sich richtig anstrengen müssen“, konnte sich Maier einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

Auch der Angriff habe gut funktioniert, auch wenn sich das auf dem Scoreboard nicht gerade niederschlug. „So ein bis zweimal hätten wir noch punkten können, was uns leider nicht gelungen ist. Aber die Kieler haben viel geblitzt, um den Druck zu erhöhen“, sagte Maier. Das heißt, dass noch zusätzliche Defensivkräfte, die sonst eher für die Absicherung zuständig sind, sich in das Getümmel werfen, um den gegnerischen Quarterback zu stören.

Den zweiten Abschnitt schlossen die Canes mit 14:0 ab. Im Anschluss gab es noch zwei 7:0-Erfolge gegen die klassentieferen Piraten. „7:28 ist ein absolut respektables Ergebnis. Wir sind auf einem guten Weg. Das war eine Leistung, die mich positiv stimmt. Wir haben jetzt noch vier Trainingseinheiten bis zum Saisonstart und werden diese Partie noch einmal analysieren“, so der Pirates-Headcoach, der am Ende sogar noch recht froh war, dass Kiel letztlich doch relativ souverän die Oberhand behielt und seine Spieler nun nicht zu übermütig werden, was das eigene Leistungsvermögen betrifft. Nur die Knieverletzung von Defense Line-Spieler Dennis Kaczor schlug auf das Gemüt der Piraten. Die genaue Diagnose steht noch aus.

Der Zweitliga-Aufsteiger aus Elmshorn startet am 28. April bei den Rostock Griffins in die GFL 2-Saison. Am zweiten Spieltag folgt die Heimpartie im Krückaustadion gegen die Berlin Adler (Sonnabend, 5. Mai, 15 Uhr