Darmstadts U19 verliert Heimspiel in Gernsheim


Auch im Rückspiel gegen die Saarland Hurricanes mussten die Damstadt Diamonds U19 Spieler eine Niederlage hinnehmen. Diesmal verloren sie 13:27.

Die Darmstadt Diamonds bilden eine Gasse für die Saarland Hurricanes
Diamonds gegen Hurricanes
Foto: Amfoo

Gegenüber der 15:35 Niederlage im Hinspiel in Saarbrücken hatte sich also nichts verbessert. Dank der mit eigenem Fanbus mitgereisten Anhänger machten die Saarländer das Spiel in Gernsheim zu einem Heimspiel für die Hurricanes und unterstützten lautstark ihr Team. Die Darmstädter mussten kurzfristig nach Gernsheim ausweichen, weil der fest eingeplante Platz in Darmstadt wegen kurzfristiger Sanierungsarbeiten nicht mehr zur Verfügung stand.     

Dank der spontanen Unterstützung der Gernsheim Gladiators konnten die Darmstädter dort am Ufer des Rheins ihr Heimspiel ausrichten. Und Darmstadt begann mit der eigenen Defense sehr stark. Jonathan Axt und Erik Eichhorn stoppten die ersten Angriffe. Mit einem langen Pass kamen die Hurrcianes dann in Fieldgoal Reichweite, doch der Kickversuch scheiterte an Darmstadts Defense. Diamonds Runningback Justin Gensler brachte mit seinen Läufen sein Team ebenfalls in Fieldgoalposition, doch der sonst so sichere Kicker Luca Sack vergab. Mit einem 0:0 ging es in das zweite Quarter. Ein Lauf der Hurricanes wird durch Moritz Salge gestoppt und Robin Tangermann kann einen Fumble für Darmstadt sichern. Aber die Darmstädter können dieses Geschenk nicht nutzen. Besser machen es die Gäste, die beim folgenden Angriff mit 0:7 in Führung gehen. Doch die Diamonds gleichen aus. Erst wirft Quarterback Tom Koschig einen langen Pass auf Sack und dann trägt Gensler den Ball in die Endzone 7:7 ( PAT Sack ).

Der Angriff der Hurricanes kommt jetzt immer besser in Schwung, sehr variantenreich kombinieren sie zwischen Lauf – und Passspiel. Einen sicheren TD Pass kann Luca Kamps gerade noch verhindern, doch gegen den nächsten Pass sind die Darmstädter machtlos. Clever nutzen die Gäste die Schwächen im Backfield der Diamonds und gehen mit 7:13 in Führung. Den Extrapunkt Kick können die Diamonds blocken. Beim Boxen spricht man von Wirkungstreffern und das war dieser Touchdown dann leider auch für die Diamonds. Koschig wirft eine Interception und der Return kann kurz vor der Endzone gerade noch von Sadik Busch gestoppt werden. Im zweiten Versuch schaffen es die Hurricanes erneut mit einem Pass und gehen mit einer 7:19 Führung in die Halbzeit. Erstaunlich war für viele Besucher, warum die Darmstädter ihre Defense nicht besser auf die jeweiligen Angriffsformation ausrichteten ?  So spielten die Gäste z. Bsp. mit 3 Receivern auf einer Seite, dagegen hatte ein einziger Darmstädter Cornerback natürlich nie eine Chance. Immer wieder gelang es den Saarländern mit ihren intelligenten Offenseplays die Diamonds Verteidiger in solche „Mismatches“ zu bringen und die Receiver hatten keine Mühe, völlig freistehend die Bälle zu fangen.

Bei Darmstadt war das Angriffsspiel leichter durchschaubar, da die Coaches dem Quarterback nicht nur den Spielzug vorgaben, sondern auch den Receiver, auf welchen er werfen sollte. Dieser wurde dann schon bei Beginn des Spielzuges anvisiert und die anderen Darmstädter Ballfänger trabten entsprechend lustlos über das Feld, weil sie wussten, das auf sie nicht geworfen wird. So machten sie es der Hurricanes Defense unnötig leicht, sich auf die richtige Feldposition zu konzentrieren. Diese Schwäche hatten bereits die Wiesbaden Phantoms gnadenlos ausgenutzt.

Auch in der zweiten Hälfte kann Darmstadt kein Passspiel etablieren, alles war zu ausrechenbar oder wurde schlecht ausgeführt. Dafür holt Busch mit seinen kraftvollen Läufen einige Firstdowns für Darmstadt. Doch auch darauf stellen sich die Hurricanes dann schnell ein. Nachdem ein Puntfake nicht funktionierte bekommen die Hurricanes in guter Feldposition den Ball und bauen nach einem Touchdown Pass plus anschließender Two Point Conversion ihre Führung auf 7:27 aus. Aber die Diamonds geben noch nicht auf. Nach Läufen von Gensler und Busch erzielt Sack den Touchdown für Darmstadt zum 13:27. Kurz flammt dann noch einmal Hoffnung auf, als Salge einen Fumble für Darmstadt erobern kann, aber Punkte gelingen der Offense keine mehr.

In dieser Form werden es die Darmstädter auch im Rückspiel gegen die ungeschlagenen Wiesbadener sehr schwer haben. Es bleibt nur die Hoffnung im Rückspiel gegen Mainz und in den beiden Spielen gegen die Rodgau Pioneers zu punkten und diese Saison zumindest noch als Dritter zu beenden.   

       

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