Regeln

American Football Regeln

Sie interessieren sich für American Football, aber die Regeln sind für Sie bislang ein Buch mit sieben Siegeln? Keine Angst: Auch American Football ist nicht besonders kompliziert, sobald Sie einige Grundprinzipien verstanden haben. Wir bieten Ihnen hier einen umfangreichen Einblick in das Regelwerk dieser spannenden Sportart, die aus wesentlich mehr besteht als roher Kraft. Dabei haben wir das Regelwerk so verfasst, dass Einsteiger das Spiel endlich verstehen und Fortgeschrittene trotzdem noch die eine oder andere neue Information mitnehmen. Sie möchten den Sport endlich begreifen und verstehen, warum so viele Leute einem Ball hinterherlaufen und sich gegenseitig auf den Boden schmeißen? Dann sollten Sie jetzt weiterlesen!

1. Die Grundregeln

Bevor es losgeht, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es sich beim American Football natürlich um eine US-amerikanische Sportart handelt. Das bedeutet, dass zahlreiche Begriffe aus dem englischen Sprachgebrauch auch hierzulande angewendet werden. Wir liefern, sofern vorhanden, die deutschen Übersetzungen dazu. Stellen Sie sich trotzdem darauf ein, einige englische Begriffe zu lesen und auch selbst zu verwenden.

Im American Football geht es darum, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen, um ein Match zu gewinnen. Das gelingt, indem ein Team den Ball in die Endzone des gegnerischen Teams trägt. „Tragen“ ist hier das Stichwort: Anders als beim Fußball etwa muss sich der Ball in den Händen eines Spielers befinden, wenn dieser die Endzone erreicht. Es reicht nicht, den Ball einfach nach vorne in die besagte Endzone zu schleudern.

  • Eine kleine Anmerkung: In unserem Regelwerk werden wir hin und wieder Bezug zum Fußball nehmen. Dies hilft Anfängern, bestimmte Spielzüge und Regeln zu verstehen, da es einfacher ist, einen Vergleich mit einer bekannten Sportart anzustellen. Sind Sie mit den Grundregeln bereits bestens vertraut, überlesen Sie diese Stellen am besten einfach!

Die beiden Mannschaften, die sich gegenüberstehen, werden jeweils in Offense und Defense eingeteilt – also die Angreifer und die Verteidiger. Das angreifende Team hat immer vier Versuche, um den Ball entweder bis in die Endzone zu tragen oder mindestens 10 Yards des Spielfelds zu überbrücken (mehr zum Thema Spielfeld erfahren Sie in Kapitel 2). Hat es die Offense geschafft, den Ball mindestens 10 Meter weit zu tragen (oder einem Spieler, der sich in einer Entfernung von mindestens 10 Yards aufhält, den Ball zuzuwerfen), hat das Team erneut vier Versuche.

  • Anfängertipp: 1 Yard sind genau 91,44 Zentimeter und damit etwas weniger als 1 Meter!

Kann die Offense den Ball bis in die Endzone tragen, erhält das Team Punkte (mehr zur Punktevergabe erfahren Sie in Kapitel 12). Gelingt es der Offense nicht, die besagten 10 Yards zu überbrücken, findet ein Wechsel statt: Die soeben als Defense agierende Mannschaft wird jetzt zur Offense und darf ihrerseits versuchen, den Ball in die Endzone zu bringen. Das vorherige Offense-Team ist jetzt die Defense.

Um die Endzone überhaupt zu erreichen, stehen verschiedene Angriffsformationen, defensive Taktiken und allgemeine Spielzüge offen. Welche das sind, lesen Sie in den nächsten Kapiteln.

Glückwunsch: Sie haben soeben verstanden, worum es beim American Football in den Grundzügen geht!


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2. Das Spielfeld

Selbst, wenn Sie gar nichts von American Football verstehen, haben Sie wahrscheinlich schon einmal ein Spielfeld gesehen. In den Grundzügen handelt es sich um ein grünes Rechteck, womit es einem Fußballfeld nicht unähnlich ist. In seinen Feinheiten unterscheidet es sich jedoch.

Jedes Football-Feld besteht aus zwölf Zonen, die jeweils 10 Yards und damit etwa 9,1 Meter breit sind. Im Zentrum des Spielfelds befinden sich zehn dieser Zonen, und nur diese sind das eigentliche, aktive Spielfeld. Die jeweiligen Endzonen komplettieren die Anzahl von insgesamt zwölf Zonen. Sie sind in jedem Spiel das Ziel der Offense, während die Defense versucht, die Offense vom Erreichen der eigenen Endzone abzuhalten. Begrenzt ist das Spielfeld von den Seitenlinien. Ebenfalls dort zu finden ist die Bench Area: Dies ist der Bereich, wo Coach und Auswechselspieler das Geschehen von außen verfolgen.

  • Anfängertipp: Anders als beim Fußball ist der Bereich direkt am Spielfeld nur für die Chain Crew und andere Offizielle vorgesehen. Coach und Spieler dürfen dieses Areal nicht betreten!

Das American Football Spielfeld

Beobachten Sie das Spielfeld genauer, werden Sie an den Seiten außerdem Personen finden, die verschiedene Markierungen in den Boden stecken. Diese sogenannte Chain Crew können Sie sich als Hilfe für die Spieler und Zuschauer vorstellen: Sie markiert die sogenannte Line to Gain. Diese zeigt an, welche Strecke der Ball überwinden muss, damit die Offense mindestens 10 Yards überbrückt hat. Bei einem erfolgreichen Versuch verschiebt die Chain Crew diese Marker entsprechend und zeigt von neuem an, an welchen Ort der Ball exakt kommen muss, um einen gültigen Versuch zu erzielen. Zusätzlich zeigt die Chain Crew an, wie viele Versuche für die Offense noch verbleiben und wo die Line of Scrimmage ist (dazu erfahren Sie mehr in Kapitel 8).

Ebenfalls wichtig ist der sogenannte Goalpost: Er sieht ein wenig aus wie eine (sehr große) Stimmgabel. Eine etwa 3 Meter hohe Querstange wird von zwei senkrechten Stangen an den Enden der Querstange gesäumt. Diese reichen etwa 9,1 Meter in die Höhe und spielen für die Punktevergabe bei einigen Spielzügen eine wichtige Rolle.

  • Anfängertipp: Je höher die Klasse der beiden aufeinandertreffenden Teams, desto geringer ist der Abstand zwischen den beiden senkrechten Pfosten – bis hin zu 5,64 Metern nach offiziellem NFL-Standard.

Sie haben jetzt eine gute Vorstellung davon, wie ein Spielfeld beim American Football aussieht und welche Funktionen die unterschiedlichen Zonen, Linien und die Chain Crew haben. Weiter geht es zum vielleicht wichtigsten Sportgerät des American Footballs: dem Ball!


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3. Der Ball

Ein Football erinnert in seiner Form an ein sehr gleichmäßig geformtes Ei. Es besteht aus vier gleichförmigen Stücken, die je nach Qualität des Balls entweder aus Leder, Gummi oder einfachem Kunststoff bestehen. Am teuersten sind Footballs aus echtem Leder. Sie sind die einzigen Bälle, die in der NFL verwendet werden dürfen (und auch die German Football League hierzulande besteht darauf). Amateure greifen hinzugegen zu Gummi oder Kunststoff, da diese Materialien deutlich günstiger sind.

Der American Football

Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass einige Bälle weiße Streifen an den Enden haben und andere nicht. Besondere Flugeigenschaften bekommt der Ball dadurch nicht: Es handelt sich lediglich um Bestimmungen der unterschiedlichen Organisationen. College Football (auch unter dem Namen NCAA (National Collegiate Athletic Association) bekannt) schreibt zwei weiße Markierungen vor, bei der Canadian Football League CFL sind es durchgehende Streifen. Die NFL setzt auf „reine“ Bälle ohne Streifen.

Der Ball selbst muss übrigens zwingend vom Hersteller Wilson kommen. Nicht etwa, weil andere Unternehmen nicht dazu in der Lage wären, einen Football herzustellen – sondern ganz einfach, weil es das offizielle Regelbuch der NFL so vorschreibt. Jedes Team muss außerdem 24 Bälle vor Spielbeginn bereitstellen, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Zerstörte Bälle kommen bei einer Sportart wie dem American Football schon einmal vor, sodass für genügend Ersatz gesorgt sein muss.

  • Anfängertipp: Beim Werfen eines Footballs „schmeißen“ Sie den Ball nicht wie einen runden Gummiball oder ähnliche Geräte einfach nach vorne. Stattdessen umgreifen Sie ihn mit Ihrer Hand, beginnen mit der Wurfbewegung und öffnen anschließend die Hand. Der Ball wird sich über die vier Finger an Ihrer Hand (abzüglich des Daumens) abrollen und seinen Flug beginnen. Durch diese Technik schlingert der Ball nicht in der Luft, sondern bekommt eine gerade Flugbahn. Beobachten Sie einmal Profispieler bei der Arbeit und Sie werden bei jedem Flug eine sehr schnelle Rotation des Balls bemerken!

Die Eiform hat übrigens einfach praktische Gründe: Einen kreisrunden Ball könnten Sie entweder gar nicht oder wesentlich schwerer in den Händen halten.


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4. Begriffsdefinitionen

Wie in allen anderen Sportarten gibt es auch im American Football zahlreiche Fachbegriffe. Die wichtigsten finden Sie in den folgenden Absätzen. Sollten Sie später Schwierigkeiten haben, einen bestimmten Begriff zu verstehen, können Sie noch einmal an diese Stelle zurückkehren. Alle Fachbegriffe, die wir in diesem Regelwerk verwenden, finden Sie auch in dieser Definitionsliste. Sie ist alphabetisch sortiert, um Ihnen den Überblick zu erleichtern.

  • Audible
    Dieser Begriff beschreibt einen Befehl des Quarterbacks, der den nächsten Spielzug ansagt und sich dabei außerhalb des Huddles befindet (siehe dazu: Huddle).
  • Backs
    Beschreibt alle Spieler, die nicht direkt auf der Line of Scrimmage stehen, sondern leicht versetzt dahinter.
  • Backup
    Ein Ersatzspieler, der sich in der Bench Area aufhält.
  • Blitz
    Ein besonderer Spielzug: Die Defense versucht, durch zusätzliche Linebacker und Defensive Backs ein Übergewicht an der Line of Scrimmage zu schaffen und so zum gegnerischen Quarterback durchzudringen und ihn am Spielaufbau zu hindern.
  • Block
    Das (regelkonforme) Zustellen des Laufweges eines Gegners mithilfe des eigenen Körpers.
  • Center
    Wichtige Position der Offensive Line: Er ist für den Snap verantwortlich und schützt gleichzeitig den Quarterback.
  • Challenge
    Der Coach darf einen Videobeweis anfordern, wenn er mit der Entscheidung eines Schiedsrichters nicht einverstanden ist oder etwas gesehen haben will, was den Schiedsrichtern entgangen ist.
  • Chain Crew
    Ist verantwortlich für die Anzeige der Line to Gain an der Seite des Spielfelds und der Line of Scrimmage.
  • Dead Ball / Live Ball
    Ist ein Ball nicht mehr im Spiel, wird er als Dead Ball bezeichnet. Umgekehrt ist ein Ball „Live“, wenn er sich noch im Spiel befindet und die Mannschaften darum kämpfen können.
  • Defense
    Die Defense versucht zu Beginn eines Spielzugs, die Offense am Punktgewinn zu hindern. Anfänger erkennen die Defense leicht an der Tatsache, dass diese Mannschaft am Anfang des Spielzugs nicht im Ballbesitz ist.
  • Defensive Line
    Die erste Reihe der Verteidiger der Defense: Sie besteht aus den Defensive Tackles und Defensive Ends. Ziel der Defensive Line ist es in der Regel, den Quarterback direkt anzugreifen und ihn damit am Spielaufbau zu stören.
  • Down
    Ein Down ist nichts anderes als ein Spielzug. Beispielsweise wird der erste der vier Versuche für die Offense als First Down bezeichnet.
  • Down by Contact Nichts zu verwechseln mit dem Down als Spielzug: Down by Contact bedeutet, dass der ballführende Spieler von einem Gegenspieler zu Boden gebracht wurde. Damit ist der Spielzug beendet.
  • Draw
    Ein je nach Spielverlauf hin und wieder beliebter Spielzug: Der Quarterback täuscht einen Pass an, aber gibt den Ball stattdessen weiter an den Runningback oder läuft selbst los in Richtung gegnerischer Endzone.
  • Endzone
    Die beiden Gebiete am Ende des Spielfeldes, in das die Offense den Ball tragen muss, um Punkte zu erzielen.
  • Facemask
    Zwei Bedeutungen sind möglich: Einerseits beschreibt die Facemask das schützende Gitter, das am Footballhelm befestigt ist. Gleichzeitig steht Facemask auch für ein Foul, bei dem ein Spieler in das Gitter eines anderen Spielers greift.
  • Field Goal
    Zwei Punkte, die durch den Tritt des Balls durch die Torpfosten gutgeschrieben werden (siehe Punktevergabe in Kapitel 12).
  • First Down
    Der erste Versuch eines Spielzugs, nachdem die angreifende Mannschaft den Ball erhalten hat (siehe: Down).
  • Formation
    Die Aufstellung, die sowohl Defense als auch Offense zu Beginn eines Spielzugs einnehmen. Eine Illegal Formation findet statt, wenn weniger als sieben offensive Spieler an der Line of Scrimmage zu finden sind, während der Snap stattfindet.
  • Fourth Down
    Der vierte Versuch und damit letzte Versuch der Offense. Kann die Offense wieder keinen Punkt erzielen, wechselt der Ballbesitz.
  • Fumble
    Fällt dem ballführenden Spieler der Ball aus den Händen, ist der Ball frei und kann von beiden Teams erobert werden. Die Tätigkeit des Fallenlassens bezeichnet man als Fumble.
  • Goalline
    Die Trennlinie zwischen Endzone und dem restlichen Spielfeld.
  • Hand-Off
    Weitergabe des Balls ohne einen Pass.
  • Huddle
    Der Huddle ist die Versammlung der Spieler auf dem Feld, bevor der nächste Spielzug stattfindet. Jener Spielzug wird in dieser Phase besprochen.
  • Incomplete Pass
    Siehe Pass.
  • Interception
    Fangen eines Balls durch einen Verteidiger.
  • Line of Scrimmage
    Die Linie, von der aus jeder Spielzug beginnt. Sie verläuft immer dort, wo der ballführende Spieler zuletzt zu Fall gebracht wurde. Wird von der Chain Crew angezeigt.
  • Line to Gain
    Diese etwa 10 Yard breite Distanz muss überwunden werden, damit das angreifende Team erneut einen First Down zugesprochen bekommt. Wird von der Chain Crew angezeigt.
  • Muff
    Nach einem Punt wird der Ball nicht gefangen, sondern nur leicht berührt. Dies nennt man einen Muff, der Ball ist danach wieder frei.
  • Offense
    Das angreifende Team. Ihm gegenüber steht die Defense.
  • Out of Bounds
    Der Bereich, der sich außerhalb des Spielfelds befindet.
  • Pass
    Wirft ein Spieler den Ball zu einem anderen Spieler, wird dies als Pass bezeichnet. Zu Beginn eines Spielzugs ist dies häufig der Pass vom Quarterback zu einem anderen Spieler. Nur der Complete Pass ist regelkonform: Der Receiver muss den Ball fangen und unter Kontrolle haben, das Fallenlassen ist nicht erlaubt. Beide Füße müssen sich nach NFL-Regeln im Spielfeld befinden. Der Receiver darf beim Fangen auf den Boden fallen, der Ball darf den Boden jedoch nicht beführen.
    Als Incomplete gilt ein Pass, wenn der Receiver den Ball verliert, die Füße nicht im Spielfeld sind oder der Ball aus anderen Gründen den Boden berührt.
  • Penalty Flag
    Dieses gelbe Stofftuch werden Schiedsrichter, um einen Regelverstoß anzuzeigen. Der Ort des Verstoßes wird markiert und die Uhr wird angehalten.
  • Play
    Ein Spielzug.
  • Play Clock
    Diese Uhr zeigt die Dauer an, die zwischen zwei Spielzügen vergehen darf. Abhängig von der Spielsituation handelt es sich in professionellen Spielen immer um 40 oder 25 Sekunden.
  • Punt
    Ein Tritt gegen den Ball, bevor dieser auf dem Boden aufkommt. Punter sind Spieler, die auf diese Aufgabe spezialisiert sind.
  • Quarterback
    Wichtige Spielerposition, die nach dem Snap den Ball fängt und den Spielzug beginnt.
  • Quarter
    Einer der vier Zeitabschnitte eines Football-Matches. Jedes Quarter ist, abhängig von der Liga, entweder 15 oder 12 Minuten lang.
  • Receiver / Reception
    Der Receiver ist der Spieler, der den Ball nach einem Pass fängt. Als Reception wird der Fang selbst bezeichnet.
  • Red Flag
    Dieses rote Tuch wirft der Coach, um damit eine Challenge zu signalisieren.
  • Sack
    Wird der Quarterback zu Beginn eines Spielzugs hinter der Line of Scrimmage getackelt, nennt man dies einen Sack. (Bitte englisch aussprechen und nicht wie den deutschen „Sack“!)
  • Safety
    Eine besondere Form des Punktgewinns (siehe Kapitel 12). Zusätzlich eine Position, die dafür verantwortlich ist, Pässe abzufangen.
  • Scramble
    Läuft der Quarterback selbst mit dem Ball, ist dies ein Scramble.
  • Tackle
    Durch den Tackle wird ein Spieler (regelkonform) zu Boden geworfen.
  • Time Out
    Pro Halbzeit (also für jeweils zwei Quarter) bekommt jedes Team drei Time Outs. Während dieser Auszeit wird die Uhr angehalten. Falls ein Coach eine Challenge verliert, wird dem Team ebenfalls ein Time Out abgezogen.
  • Touchdown Wird der Ball in der Endzone des Gegners erobert oder gefangen oder läuft ein Spieler mit Ball in der Hand in die Endzone, ist dies ein Touchdown. Er ist 6 Punkte wert.
  • Trick Play
    Überraschende Spielzüge, die der Gegner nicht erwartet, sind ein Trick Play.
  • Turnover
    Wechselt der Ballbesitz, ist dies ein Turnover.
  • Vorwärtspass
    Der Forward Pass oder Vorwärtspass darf pro Spielzug nur ein einziges Mal gespielt werden. Überschreitet der ballabgebende Spieler die Line of Scrimmage, ist ein Vorwärtspass nicht mehr erlaubt.
  • Wide Receiver
    Ein Spieler, der an den Seitenlinien des Spielfeldes darauf wartet, einen Vorwärtspass zu fangen und anschließend die Endzone zu erreichen.

Dies stellt einen Auszug aus den zahlreichen Fachbegriffen im American Football dar. Tauchen Sie tiefer in die Materie ein, werden Sie zahlreiche zusätzliche Begriffe kennenlernen. Die Grundzüge vermittelt Ihnen unsere Übersicht jedoch aus. Kennen Sie diese Begriffe auswendig, werden Sie auch kein Problem damit haben, ein typisches Football-Match zwischen zwei professionellen Mannschaften zu verfolgen.


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5. Spielzeit

Beim American Football ist das Spiel in vier Viertel unterteilt. Jedes Viertel ist nach den Regeln der NFL und auch der europäischen Profiligen genau 15 Minuten lang. Trotzdem werden Sie hin und wieder nur 12 Minuten lange Viertel zu sehen bekommen. Diese etwas kürzere Dauer wird von Amateurmannschaften verwendet, die körperlich nicht in derselben Verfassung sind wie durchtrainierte Profispieler.

Anders als beispielsweise beim Fußball dauert ein Viertel tatsächlich 15 Minuten exakte Spielzeit. Wird das Spiel unterbrochen, pausiert der Schiedsrichter auch die Uhr. Am Ende ist ein Match zwischen zwei Mannschaften also nicht nur 60 Minuten lang. Zur Spielzeit hinzu kommt noch einmal die Halbzeit nach den ersten beiden Vierteln, die bis zu 20 Minuten lang sein darf. Zwischen jedem Viertel kommt noch einmal eine Pause von 2 Minuten hinzu.

  • Anfängertipp: Im Fachjargon heißen die einzelnen Viertel auch Quarter!

Die Spieluhr wird durch verschiedene Aktionen pausiert: Beispielsweise sorgt ein unvollständiger Pass für eine Pause (wenn also der Ball nicht in korrekter Weise vom Receiver gefangen wird). Sollte der Receiver „out of bounds“ sein – also außerhalb der Seitenlinien am Spielfeld – kommt es ebenfalls zum Spielstopp. Auch hier unterscheiden sich die Regeln teilweise: Die NFL schreibt vor, dass beide Füße jederzeit komplett im Spielfeld sein müssen. Andere Ligen verlangen nur einen Fuß im Spielfeld. Dazu kommt die Vergabe von Strafpunkten (aber nicht das Foul selbst!) und auch der Kickoff, der ebenfalls die Uhr anhält.

Die Regeln sind insgesamt aber weniger streng als etwa beim Basketball: Ist die Uhr abgelaufen, aber die Offense befindet sich noch immer mitten in einem Spielzug, wird dieser noch zu Ende gespielt. Ebenfalls wichtig ist die Tatsache, dass nur 40 Sekunden Zeit bleiben, bis der nächste Spielzug nach Beenden des letzten Spielzugs ausgeführt wird. Dies gilt sowohl in der NFL als auch NCAA und in Deutschland.

Anzeigentafel


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6. Spieler, Ersatzspieler und Ausrüstung

Grundsätzlich besteht jedes Team aus elf Spielern, sodass durch Offense und Defense jederzeit 22 Spieler auf dem Spielfeld zu finden sind. Ebenso wie beim Fußball besteht eine starke Spezialisierung der Spieler: Jeder Spieler kann für gewöhnlich nur ein bis maximal zwei Positionen wirklich zu 100 % ausfüllen. Beispielsweise sind die Offensive Linemen für gewöhnlich sehr groß und sehr schwer. Diese Körpermasse brauchen sie, um die heranstürmenden gegnerischen Spieler vom eigenen Quarterback fernzuhalten. Für die Aufgabe als Receiver, die flink und schnell zur gegnerischen Endzone rennen sollen, wären sie nicht geeignet.

Beim American Football dürfen Coaches vor jedem Spielzug die Spieler nach Belieben wechseln. Es ist somit kein Problem, jeweils das bestmögliche Team auf dem Platz zu haben, um anzugreifen oder defensiv zu agieren (von Verletzungen abgesehen.

Offensive Spieler und Formationen

Wichtiger Spieler und Formationen der Offense fallen wie folgt aus:

  • Quarterback
    Der Spielmacher fängt direkt nach dem Snap den Ball vom Center-Spieler. Für gewöhnlich setzt der Quarterback denjenigen Spielzug um, den der Trainer vorgesehen hat. Funktioniert das aufgrund der Spielumstände nicht, kann der Quarterback auch eine Anpassung vornehmen. Der Quarterback braucht ein hohes taktisches Spielverständnis, weshalb auf dieser Position praktisch immer Spieler mit einer hohen Erfahrung zu finden sind. Lang am Ball ist der Quarterback selten: Er gibt den Ball normalerweise sofort nach Erhalt durch den Center weiter an einen Receiver (Empfänger eines Passes) oder einen Runningback (Ballträger, der einen Raumgewinn erzielen soll).
  • Offensive Linemen
    Diese fünf Spieler direkt vor dem Quarterback haben die Aufgabe, jenen Quarterback vor den defensiven Spielern des gegnerischen Teams zu schützen. In Zentrum steht der Center, es folgen zwei sogenannte Guards und zwei Tackles ganz außen. Neben dem Schutz des Quarterbacks werden Center, Guards und Tackles auch eingesetzt, um eventuelle Laufwege freizuräumen.

    Anfängertipp: Alle fünf Spieler dieser Formation dürfen keine Pässe empfangen!
  • Runningbacks
    Diese Ballträger sollen, salopp gesagt, den Ball in die Hand nehmen und laufen. Es gibt diese Spieler als wendigere Halfbacks und als etwas schwerere Fullbacks. Steht ein nur sehr kleiner Raumgewinn im Fokus des Spielzugs, ist der Fullback oft die bessere Wahl, da er nicht so einfach zu Boden zu bringen ist. Der Halfback ist deutlich schneller, weshalb der Fullback häufig auch einfach als Blocker für den Halfback dient.
  • Receiver
    Der Receiver oder Wide Receiver wartet vom Zentrum des Feldes leicht nach außen versetzt auf einen Pass vom Quarterback. Im Idealfall erhält er diesen Ball, rennt an allen eventuell blockierenden defensiven Spielern vorbei und erzielt einen Touchdown – was in der Praxis jedoch nicht allzu häufig vorkommt. Der Wide Receiver ist in der Regel der schnellste Spieler im Team.

Defensive Spieler und Formationen

Die wichtigsten Spieler der Offense kennen Sie jetzt. Nehmen wir uns daher jetzt die (etwas weniger komplizierte) Defense vor:

  • Defensive Linemen
    Genau gegenüber der Offensive Linemen lässt sich die defensive Variante finden. Diese Spieler sind ebenfalls groß und schwer und sollen entweder den Quarterback komplett umwerfen (siehe Definition: Sack), ihn zumindest am Spielaufbau hindern oder auch das Zentrum blockieren, um so keinen Laufweg für einen Runningback des Gegners zu bieten. Die Defensive Tackles stehen dabei in der Mitte der Linie, die Defensive Ends (die etwas agiler sind) finden sich in den äußeren Bereichen.
  • Linebacker
    Hinter der Defensive Line steht das Äquivalent zum Quarterback: Dieser Spieler soll Runningbacks stoppen und muss daher sowohl agil als auch kräftig sein. Bietet sich die Chance, muss der Linebacker auch in der Lage sein, den gegnerischen Quarterback zu erreichen und zu Fall zu bringen (siehe Spielzug: Blitz). Der Linebacker alleine ist aber nicht ausreichend, um einen Spielzug mit mehreren Receivern des Gegners effektiv zu verteidigen. Aus diesem Grund gibt es Safeties und Cornerbacks.
  • Safeties und Cornerbacks
    Diese beiden Spielerpositionen sind die Defensive Backs. Cornerbacks verteidigen dabei gegen ein typisches Passpiel, wenn etwa der Quarterback den Ball zu einem Wide Receiver wirft und der Pass ankommt. Hinter ihnen positioniert sind die Safeties: Falls ein Spieler wie in Runningback durch die Defensive Line bricht und auch am Linebacker vorbeikommt, dienen sie als eine Art Sicherheitsnetz, das noch einmal eine Chance hat, den Runningback zu stoppen (was nicht immer gelingt).

Sie haben jetzt auch eine recht genaue Vorstellung der wichtigsten Positionen im defensiven Bereich des American Football!

Die Ausrüstung im Detail

Sehen wir uns als nächstes an, wie die Equipment eines professionellen Spielers aussehen muss. Amateurligen unterscheiden sich davon nicht deutlich, da eine komplette Ausrüstung natürlich in erster Linie dem Schutz der Spieler dient.

  1. Helm und Gesichtsmaske
    Diese beiden Gegenstände schützen sowohl den Kopf als auch das Gesicht des Spielers. Durch einen dünnen Gürtel unter dem Kinn bleibt der Helm an seinem Platz. Ein Griff in das Gitter vor dem Gesicht (im Fachjargon: Facemask) ist übrigens verboten und führt zur Spielpause.
  2. Trikots
    Die Trikots müssen jegliches Schutzequipment (an Knien, Ellenbogen oder Brust zum Beispiel) komplett überdecken. In der NFL drohen teilweise hohe Geldstrafen, wenn das nicht der Fall ist. In Amateurligen ist das natürlich nicht der Fall.
  3. Hosen
    Die Hosen müssen bis über das Knie reichen. Ist das nicht der Fall, droht erneut eine Straft. Die offiziellen NFL-Regeln schreiben hier vor, dass auch ein solches Logo auf dem Stoff sichtbar sein muss.
  4. Schulter-, Oberschenkel- und Knieschützer
    Besonders wichtig: Diese einige Millimeter dicken Utensilien schützen besonders empfindliche Bereiche vor (teilweise groben) Verletzungen. Ohne diese Ausrüstung sollten Sie auf keinen Fall versuchen, selbst zu spielen! In den Anfangszeiten sind regelmäßig Todesfälle durch Unfälle beim American Football zu beklagen gewesen. Ignorieren Sie die Schutzausrüstung somit in keinem Fall!
  5. Socken
    Die Socken müssen das komplette Bein bedecken und optisch mit den Hosen in Kontakt kommen. Freiliegende Haut könnte in diesem Bereich schnell verletzt werden. Die NFL schreibt in diesem Bereich ebenfalls eine genaue Optik vor.
  6. Schuhe
    Die Schuhe verfügen in der Regel nicht über spezielle Schutzmaßnahmen, da das Treten auf den Fuß eher selten vorkommt. Sie sollten bequem und für hohe Agilität auf dem Spielfeld geeignet sein. Die Platzierung von Logos und Farben unterliegt innerhalb der NFL ebenfalls strengen Reglementierungen.

Football-Ausrüstung

Verbotene Ausrüstungsgegenstände

Der American Football hat auch eine Handvoll nicht erlaubter Gegenstände zu bieten. Dazu zählen beispielsweise scharfe, harte Objekte, die an der Uniform befestigt werden. Auch dürfen keine anderen als die genannten Bereiche (Knie, Oberschenkel, Schultern) von harten Gegenständen bedeckt sein. Zerrissene Trikots sind ebenfalls tabu und glatte, klebrige oder glitschige Oberflächen führen ebenfalls zur Strafe.

Interessant: Die NFL-Regeln schreiben außerdem vor, dass keine Kleidung erlaubt ist, die denselben Farbton wie der Football trägt. So soll vermieden werden, dass der Spielball im Eifer des Gefechts für die Spieler nicht oder nur schwer erkennbar ist.


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7. Der Freistoß (Free Kick)

Hin und wieder werden Sie auch einen Free Kick beim American Football zu Gesicht bekommen. Damit das passieren kann, muss zuerst ein Punktgewinn durch Safety (siehe Kapital 12) erfolgen: Sobald der Punktgewinn vom Schiedsrichter anerkannt wurde, darf die unterlegene Mannschaft, gegen welche die Safety erzielt wurde, einen Free Kick ausführen. Dieser beginnt immer von der eigenen 20-Yard-Linie. Durch verschiedene Trittmöglichkeiten (Punt, Place Kick oder Dropkick) wird der Ball jetzt wieder ins Spiel gebracht.

Der Ball wird jetzt von einem Spieler des anderen Teams gefangen. Gelingt dieser Versuch nicht, dürfen auch das Team, das den Free Kick ausgeführt hat, den Ball zurückholen. Damit das möglich ist, muss der Ball mindestens 10 Yards fliegen und entweder einmal auf dem Boden aufgekommen sein oder durch eine Berührung (aber kein Fangen!) eines gegnerischen Spielers wieder live (siehe Definition: Live Ball) sein.

Kick


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8. Ball im Spiel

Der Ball ist zwar immer auf dem Spielfeld, aber nicht immer spielbar:

  • Dead Ball
    Der Ball ist tot (Dead), wenn er nicht spielbar ist. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Regelverstoß das Spiel unterbricht, ein Spieler mit Ball in Hand von einem anderen Spieler getackelt wird und dergleichen mehr. Ein Dead Ball bleibt tot, bis der nächste Spielzug beginnt.
  • Live Ball
    Ein Ball, der Live ist, kann sowohl von der Offense als auch der Defense errungen werden. Nach einem Fumble beispielsweise ist der Ball nach wie vor Live, sodass auch der Gegner in den Besitz des Balls kommen kann.

Eine neue Serie aus vier Downs gibt es immer dann, wenn einer der vier vorherigen Versuche erfolgreich war (also mindestens 10 Yards überwunden wurden. Wichtig vor dem Snap ist außerdem der Snap Count (auch als Kadenz im deutschsprachigen Raum bezeichnet). Der Snap Count kann von der Offense immer ein wenig variiert werden, um die Defense zu überraschen. Kommandos wie „Down! -> Set! -> Hut!“ sind vor dem Snap verbreitet, das Team kann davon aber von Spielzug zu Spielzug abweichen. Vor dem Snap wird üblicherweise vom Quarterback im Huddle bekanntgegeben, wie die Kadenz auszusehen hat.

Übrigens: Handtücher, die der Center an Hüfte oder Hintern trägt, dienen dem Quarterback dazu, den Fall zu fangen – denn trockene Hände greifen besser.


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9. Pässe / Fumble

Von besonderer Bedeutung sind diese beiden Begriffe im Football, da sie immer wieder vorkommen.

Passspiel

Pass

Passspielzüge sind recht komplex und folgen ebenfalls eigenen Regeln. Zu Beginn eines solchen Spielzugs versucht der Quarterback in der Regel, einem passberechtigten Spieler den Ball zuzuwerfen. Das ist nur dann der Fall, wenn:

a.) Der fangende Spieler nicht direkt an der Line of Scrimmage steht.
b.) Der Spieler eine der beiden äußersten Positionen der Line of Scrimmage besetzt.

Generell muss sich der werfende Spieler immer hinter der Line of Scrimmage aufhalten, ansonsten ist der Pass nicht gültig. Ist der Pass geworfen, gibt es drei mögliche Ergebnisse:

  1. Der Spieler (der in diesem Fall Receiver heißt) fängt den Ball und läuft anschließend eine vor dem Spielzug festgelegte Route ab. (Sofern dies möglich ist. Blockieren gegnerische Spieler den Weg, muss natürlich improvisiert werden.)
  2. Die Defense fängt den Ball in der Luft. Der Spielzug ist sofort beendet.
  3. Der Pass gilt als Incomplete (Unvollständig).

Das dritte Szenario tritt ein, wenn der Ball entweder den Boden berührt oder Out of Bounds geworfen wird. Ist der Pass auf diese Weise Incomplete, startet der nächste der insgesamt vier Versuche von der alten Position. Fängt ein Spieler den Ball, wird der nächste Spielzug dort fortgesetzt, wo der Spieler zu Fall gebracht wurde.

Wichtig:

  • Pro Spielzug gibt es nur einen einzigen Pass nach vorne für die Offense. Ein zweiter Pass wäre ein Regelverstoß.
  • Die Offensive Linemen dürfen nicht über die Line of Scrimmage gehen, bevor der Pass geworfen wurde.

Eine Ausnahme besteht nur durch einen Lateralpass: Dieser entweder seitlich oder nach hinten gerichtete Pass darf so oft wie möglich gespielt werden.

Übrigens: Der weiteste geworfene Pass, der anschließend zu einem Touchdown führte, überbrückte eine Strecke von 99 Yards! Bernard Berrian war 2008 der Empfänger dieses Passes, geworfen hat ihn Quarterback Gus Frerotte.

Fumble

Fumble

Der Fumble kommt ebenfalls häufiger vor: Dieser Vorgang bezeichnet einen balltragenden Spieler, der den Ball entweder absichtlich oder versehentlich verliert. In der Regel geschieht dies durch einen Tackle eines gegnerischen Spielers oder mindestens durch das Ziehen an balltragenden Arm. Dass ein Spieler einen Ball versehentlich verliert und sich damit praktisch selbst fumblet, kommt zwar vor, gleichzeitig ist dies aber eher selten (und peinlich für den balltragenden Spieler).

Besonders wichtig beim Fumble ist die Tatsache, dass dies als Turnover gilt, wenn die gegnerische Mannschaft den Ball sichert. Nach einem Fumble ist der Ball für beide Mannschaften frei. Gelangt die gegnerische Mannschaft an den Ball, ist dies ein Turnover. Das heißt, dass das Angriffsrecht wechselt. Ein Fumble ist daher durchaus schwerwiegend (besonders dann, wenn er während des ersten Downs geschieht). Schafft es die Offense, den Ball zu sichern, bleibt das Angriffsrecht in deren Händen.


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10. Scrimmage Kick

Dieser Spielzug ist sozusagen die letzte Hoffnung: Der Scrimmage Kick wird gelegentlich angewendet, wenn das ballführende Team nach dem dritten Versuch des Angriffsrechts nicht davon ausgeht, den benötigten Raumgewinn für einen neuen First Down erzielen zu können. Stattdessen findet daher ein Snap statt, auf den ein Punt folgt: Dieser Tritt soll dafür sorgen, dass der Ball so weit wie möglich ins Spielfeld des gegnerischen Teams getreten wird. Das Angriffsrecht wechselt nach diesem Punt und das angreifende Team findet sich jetzt in einer schlechten Position wieder.

Eine Ausnahme besteht, wenn die Defense den Punt fängt. Der Spieler darf dann gefangen und durch einen Punt Return so weit wie möglich nach vorne getragen werden.

  • Anfängertipp: Der Scrimmage Kick kommt nur dann zum Einsatz, wenn der Goalpost zu weit entfernt ist, um ein Field Goal zu erzielen. Landet der Ball im Seitenaus oder wird er gegen einen der Pfosten des Goalposts getreten, gilt auch dieser letzte Versuch als wirkungslos und das Angriffsrecht wechselt.


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11. Kick fangen: der Fair Catch

Eine besondere Spielsituation ist der Fair Catch: Dazu winkt ein Spieler des Teams, das den Ball fangen möchte, mit der Hand in der Luft. Nach einem Punt oder Kickoff darf dieser Spieler den Ball fangen, ohne dabei getackelt oder anderweitig gestört zu werden. Der Spielzug ist an dieser Stelle sofort zu Ende. Der nächste Spielzug beginnt an dem Ort, an dem der Ball gefangen wurde.


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12. Punkte

Punkte

Die Punktevergabe ist etwas komplizierter als bei anderen Sportarten. Es gibt nicht nur einen einzigen Punkt, wenn der Ball in die Endzone gelangt. Abhängig von der Art und Weise, wie der Ball dorthin gelangt, unterscheidet sich auch die Punktevergabe.

Beginnen wir mit der bekanntesten Art, um im American Football Punkte zu erzielen:

  • Touchdown – 6 Punkte
    Die meisten Punkte erzielt die Offense mit einem Touchdown. Um diese 6 Punkte zu bekommen, muss der Ball entweder in die Endzone des Gegners getragen oder von einem Spieler dort gefangen werden. Dieser Punkt ist extrem wichtig: Verliert der Spieler den Ball auch nur wenige Zentimeter vor der Goalline (also der letzten Linie vor der Endzone), ist dies kein gültiger Touchdown. Es gab in der Geschichte der NFL bereits zahlreiche Momente, in denen ein Spieler zu früh jubelnd die Hände hochriss und dabei den Football verlor.
  • Point after Touchdown – 1 Punkt
    Als kleinen Bonus für den Touchdown hat die Offense-Mannschaft noch die Möglichkeit, den Ball zwischen den beiden Pfosten des Goalposts hindurchzutreten (ja, mit den Füßen). Die Entfernung beträgt etwa 10 Yards. Da dies für professionelle Spieler nicht allzu schwer ist, ist auch die Punkteausbeute eher mager.
  • Conversion – 2 Punkte
    Sehr ähnlich ist die Conversion: Von der 2-Yard-Linie versucht die Offense, den Ball erneut in die Endzone zu tragen. Da diesmal die andere Mannschaft als Defense agiert, ist dieser Spielzug schwerer als der Point after Touchdown, weshalb es auch 2 Punkte gibt. Kommt die gegnerische Mannschaft während dieses in der Regel sehr kurzen Spielzugs in den Besitz des Balls, kann sie sich ebenfalls 2 Punkte verdienen, indem es ein Spieler bis in die gegnerische Endzone schafft.
  • Field Goal – 3 Punkte
    Die Möglichkeit für den Notfall: Beim Field Goal wird der Ball aus einer beliebigen Entfernung durch die Pfosten des Goalposts getreten. Beim Profi-Football werden Sie diesen Spielzug meist dann sehen, wenn bereits drei der vier Offense-Versuche ergebnislos verbraucht wurden. Auch darf die Torentfernung nicht zu groß sein. Profi-Spieler schaffen ein Field Goal aus Entfernungen von etwa 40 bis 50 Yards. Das weiteste Field Goal der NFL-Geschichte wurde 2013 von Matt Prater erzielt, ihm gelang das Kunststück aus 64 Yards Entfernung.
  • Safety – 2 Punkte
    Mit diesem Spielzug bekommt auch die Defense eine Möglichkeit zum Punktgewinn: Sollte die Offense weit genug zurückgedrängt sein, sodass der ballführende Spieler den Ball sogar hinter der eigenen Goalline verliert, bekommt die Defense 2 Punkte. Das kommt allerdings recht selten vor, die anderen Möglichkeiten zum Punktgewinn werden Sie sehr viel häufiger sehen.

Andere Möglichkeiten, im American Football Punkte zu erzielen, gibt es nicht.

Scoreboard


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13. Spielerverhalten

Im American Football ist nicht alles erlaubt: Unsportliches Verhalten (das Beleidigen oder Verspotten von Gegnern beispielsweise) sind Regelverstöße. Auch darf das punktende Team ihre Touchdowns nicht in beliebiger Manier feiern: Fair muss es zugehen. Sehr rigoros achtet auf diese Regeln die NCAA. In der NFL wird, um des Spektakels Willen, oft auch mal ein Auge zugedrückt.

Große Unterschiede gibt es bezüglich des erlaubten und unerlaubten Blockens gegnerischer Spieler innerhalb der Offense. Ein Spieler darf einen Spieler der Defensive blocken – aber nur mit seinem Kopf, den Schultern, den Händen oder den Armen. Er dürfte dem anderen Spieler also beispielsweise nicht mit den Beinen gegen den Körper springen.

Offensive Spieler dürfen außerdem Ihre Hände und Arme einsetzen, um bestimmte Spieler außer Gefecht zu setzen – aber nur, wenn…

a.) … der offensive Spieler ein Runner ist. Während des Laufens darf der Spieler Hände und Arme nutzen, um angreifende Spieler der Defense am Zugriff zu hindern.
b.) … der Ball noch Live ist und am Boden liegt. Liegt der Ball am Boden, darf der Spieler mit seinen Armen und Händen versuchen, andere Spieler aus dem Weg zu drängen. Das gilt aber nur dann, wenn der Spieler selbst den Ball erobern möchte.
c.) … gerade ein Kick stattfindet. Ein Mitspieler des kickenden Teams darf Hände und Arme nutzen, um einen Receiver daran zu hindern, den Kick-Versuch zum Scheitern zu bringen.

Um mehr über die Strafen bei Regelverstößen zu erfahren, sehen Sie am besten in Kapitel 15 nach.


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14. Nichtspielerverhalten

Auch Personen, die nicht direkt am Spielgeschehen beteiligt sind, haben sich gewissen Regeln zu unterwerfen. Hier sind einige Beispiele:

  • Der Coach darf von der Seitenlinie keine Anweisungen in das Feld rufen.
  • Während eines Timeouts dürfen auch Assistenten des jeweiligen Teams auf das Feld laufen, um beispielsweise kleine Verletzungen zu behandeln.
  • Personen, die sich in der Bench Area aufhalten, müssen dies sichtbar zeigen (durch einen großen „BENCH.“-Aufdruck an der Kleidung).
  • Spieler, die sich nicht ausweisen können, dürfen auch nicht in die Bench Area. Kommt dies trotzdem vor, droht sofort ein Verlust von 15 Yards.

Zahlreiche weitere Regeln existieren in diesem Bereich. Wir empfehlen bei Interesse einen Blick in die offiziellen NFL-Regeln!


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15. Strafen

Wo es ein solch umfangreiches Regelwerk wie beim American Football gibt, stehen auch zahlreiche Strafen für Regelverstöße bereit. Dieser Abschnitt zeigt Ihnen die wichtigsten Strafen und deren Konsequenzen für das Team und/oder den Spieler.

Hinter jedem Begriff sehen Sie, welche Auswirkungen die Strafe hat. Üblich ist eine Bestrafung in Yards: Bei einem Regelverstoß wird die Line of Scrimmage einige Yards in Richtung des Teams versetzt, das den Verstoß begangen hat. „Wiederholung“ bedeutet, dass einer der vier Versuche verlorengeht.

Wichtige Strafen im American Football

  • Illegal Formation – 5 Yards und Wiederholung
    Stehen nicht mindestens sieben Spieler der Offense während des Snaps an der Line of Scrimmage, ist das ein Regelverstoß.
  • Illegal Shift – 5 Yards und Wiederholung
    Die Offense muss vor dem Snap mindestens eine Sekunde in ihrer Position verweilen. EINe Ausnahme ist nur der Man in Motion (siehe: Spieler und Formationen, Kapitel 6)
  • Offside – 5 Yards und Wiederholung
    Befindet sich ein Spieler in der neutralen Zone zwischen Offense und Defense, gibt es dafür ebenfalls eine Strafe.
  • Festhalten – 5 bis 10 Yards und variable weitere Strafe
    Das Festhalten eines Spielers, der den Ball nicht trägt, ist nicht erlaubt. Begeht die Offense diesen Verstoß, droht die Versetzung der Line of Scrimmage um Yards und die Wiederholung des Versuchs. Ist ein Spieler der Defense verantwortlich, erhöht sich die Reichweite auf 10 Yards, außerdem bekommt die Offense einen Automatic First Down (also einen erneuten, ersten Versuch mit allen drei folgenden Zügen).
  • Pass Interference / Verhindern eines Fangversuchs – variable Strafe
    Ein Spieler darf nicht am Versuch, einen Ball zu fangen, gehindert werden. Ausnahmen sind Zusammenstöße in der Luft. Für diesen Verstoß gibt es einen Abzug von 10 Yards und eine Wiederholung des Versuchs, wenn die Offense das Foul begeht. Im Fall der Defense gibt es einen Automatic First Down für die Offense vom Ort des Fouls.
  • Roughing the Passer/Kicker – 15 Yards und Automatic First Down
    Dieses besonders gefährliche Foul involviert einen Spieler der Defense – in der Regel von der Defensive Line – der einen Quarterback oder Kicker in einer bestimmten Art und Weise zu Fall bringt. Da diese Spieler oft nicht dazu in der Lage sind, andere Spieler optisch wahrzunehmen, sind sie stark verletzungsgefährdet. Blocks und Tackles im Kniebereich sowie am Kopf und Nacken sind daher verboten und führen zu dieser hohen Strafe.
  • Facemask – 15 Yards
    Der Griff in das Schutzgitter am Helm ist nicht gestattet. Hier unterscheiden sich NFL-Regeln von der GFL in Deutschland: Hierzulande gibt es seit 2009 keine Strafe mehr, wenn das Gitter nur versehentlich berührt wird.
  • Clipping und Chop Block – 15 Yards
    Von hinten darf ein Spieler nur in einer kleinen Clipping Zone unterhalb der Gürtellinie zu Fall gebracht werden. Die Region ab der Knie abwärts ist generell eine Tabuzone. Beim Chop Block wird dieser Effekt verstärkt, indem ein Spieler unterhalb der Gürtellinie und ein anderer Spieler oberhalb angreift.
  • Spearing – 15 Yards (und Automatic First Down, falls die Defense das Foul verursacht)
    Benutzt ein Spieler seinen Helm und wirft sich praktisch ausgestreckt wie ein Speer auf einen Gegner, ist dies ein klares, schweres Foul. In der Vergangenheit war dieser Verstoß für zahlreiche schwere Verletzungen verantwortlich.
  • Unsportsmanlike Conduct – 15 Yards, eventuell Platzverweis und Sperre
    Das unsportliche Verhalten ist auch im American Football nicht gerne gesehen. Darunter fallen etwa Beleidigungen des gegnerischen Teams oder bestimmte Arten, einen Touchdown zu feiern. Abhängig von der Liga gibt es hier starke Unterschiede: Im College-Football der NCAA wird das unsportliche Feiern eines Touchdowns sofort bestraft. In Deutschland sind Feierlichkeiten jenseits der Grenze von einer Minute ebenfalls verboten. In der NFL geht es etwas entspannter zu, hier darf deutlich entspannter gefeiert werden.


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16. Schiedsrichter und Spielzugwiederholung

Da American Football ein unheimlich komplexes Spiel ist, gibt es nicht nur einen einzigen Schiedsrichter, sondern minimal drei und maximal sieben von ihnen auf einmal. Die Schiedsrichter sprechen sich untereinander darüber ab, welchen Bereich des Spielfeldes sie beobachten. Sie übernehmen auch unterschiedliche Aufgaben:

  • Der Oberschiedsrichter (im Fachjargon auch Whitecap aufgrund seiner weißen Mütze genannt) steht hinter der Offense. Er spricht eventuelle Strafen aus und überwacht die vier Downs.
  • Zusätzlich gibt es den Umpire, der entweder zwischen oder hinter den Linebackers in der Mitte der Defensive Live steht. Seine Aufgabe ist es auch, den Ball für den nächsten Spielzug zu positionieren.
  • Wichtig für die Line to Gain sind der Linesman und der Line Judge: Der Linesman überwacht die korrekte Ausführung der Line to Gain durch die Chain Crew, der Line Judge hingegen überwacht die Vorwärtsbewegung der Offense und prüft, ob die Line to Gain überschritten oder zumindest erreicht wurde.
  • Die mitunter sehr weit geworfenen Pässe wären für Whitecap, Umpire & Co. nicht mehr einsehbar. Aus diesem Grund gibt es im hinteren Spielfeldbereich den Back Judge, Field Judge und Side Judge. Sie überwachen die Gültigkeit von Pässen und auch eventuelle Fouls, die von Spielern im hinteren Bereich begangen werden.

Bei offiziellen NFL- und auch GFL-Spielen sind es immer sieben Schiedsrichter. In Amateurspielen finden sich auch Mannschaften, die mit weniger Schiedsrichtern spielen. Da es im Amateurbereich „um nichts geht“, sind hier weniger Schiedsrichter oft ausreichend, um eine Partie fair zu leiten.

In der Übersicht Schiedsrichterzeichen – übersichtlich erklärt finden Sie alle alle wichtigen Zeichen, die ein Schiedsrichter mit seinen Armen und Beinen anzeigt, in logischer Reihenfolge erklärt - auch als PDF zum Download.

Schiedsrichter

Das Instant Replay

Seit 1999 in seiner modernen Form können die Head Coaches beider Teams eine Challenge einfordern, die durch Instant Replay überprüft wird. Diese Challenge wird vom Head Coach ausgesprochen, wenn er glaubt, dass…

a.) … die Schiedsrichter eine Fehlentscheidung begangen haben.
b.) … die Schiedsrichter einen Regelverstoß übersehen haben.

Pro Halbzeit stehen jedem Team zwei Wiederholungen zu. Sollte sich der Head Coach geirrt haben (und die Schiedsrichter somit richtigliegen), wird dem Team, das die Challenge ausgesprochen hat, eine Auszeit aberkannt.


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17. Deutsche Bundesspielordnung

Die deutsche Bundesspielordnung regelt den gesamten Spielbetrieb im American Football für alle Vereine in Deutschland. Sie wird von der technischen Kommission und dem Präsidium des AFVD ( American Football Verband Deutschland ) herausgegeben und jedes Jahr aktualisiert. Ein Spielbetrieb außerhalb dieser Bundesspielordnung ist für die Mitgliedsvereine nicht zulässig. Am Ende des Beitrages besteht eine Downloadmöglichkeit der aktuellen Fassung.

In der Bundesspielordnung BSO werden die generellen Rechtsgrundlagen, Geltungsbereiche und allgemeinen Pflichten der Vereine geregelt.

Hier finden sich auch alle Vorschriften zum Ligabetrieb, den einzelnen Altersklassen, dem Spielbetrieb, der Sportbekleidung, dem Spielfeld und Stadion, den Spielerpässen und Spielerwechseln, den Schiedsrichtern und vielem mehr.

Dazu kommt noch die Auflistung der einzelnen Strafen für mögliche Vergehen sowie der Rechtsweg und die Verfahrensordnung.

Mit der BSO wird auch geregelt, was in deren direkte Zuständigkeit fällt oder in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Landesverbände wie z. Bsp. die Alterklassen der Jugend oder der Flagfootballbereich außerhalb der Lizenzligen (GFL).


Download BSO as PDF


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18. Spielverlängerung

Einen Gleichstand kann es im American Football nur nach einer Verlängerung geben. Sind beide Teams nach allen vier Quartern punktgleich, folgt eine weitere 15-minütige Phase namens Overtime. Wer hier zuerst auch nur einen Punkt erzielt, gewinnt das Match. Schafft dies keines des Teams, trennen sich die Mannschaften unentschieden. Handelt es sich um ein Spiel im KO-System (das im Football-Jargon Play-off genannt wird), kommen so viele Overtimes zum Einsatz, bis das Spiel einen Sieger hat.

Am Ende des ersten und dritten Quarters folgt jeweils ein Seitenwechsel. Welches Teamzuerst beginnt, wird übrigens per Münzwurf entschieden (und auch zu Beginn der Overtime kommt die Münze zum Einsatz).

Wenn alle Möglichkeiten für Unterbrechungen zusammengezählt werden und es sich um ein Match mit einer Quarterlänge von 15 Minuten handelt, können Sie mit einer Dauer von drei bis dreieinhalb Stunden für das gesamte Spiel rechnen. Trotz der vermeintlich kürzeren Dauer im Vergleich zum Fußball (60 gegen 90 Minuten), fällt ein NFL-Match somit wesentlich länger aus.


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19. Unvorhergesehene Spielunterbrechungen

Unter bestimmten Bedingungen kann das Spiel vom Schiedsrichter unterbrochen oder abgebrochen werden. Dazu zählen die folgenden Ereignisse:

  • Nichtspieler, die über das Feld laufen, führen zur Unterbrechung (Journalisten, Zuschauer, Mitarbeiter im Stadion beispielsweise).
  • Wenn der Spielzug läuft und ein Nichtspieler das Spiel beeinträchtigt, kann der Schiedsrichter einen Timeout ansagen. Dann wird das Spiel von dort wiederaufgenommen, wo sich der Ball vor der Unterbrechung zuletzt befand.
  • Fällt die Beleuchtung bei Dunkelheit aus, darf der Schiedsrichter das Spiel komplett abbrechen.
  • Auch vor dem Spiel kann es bereits zu einem Abbruch kommen – beispielsweise dann, wenn heftige Unwetter angesagt sind.

Bei den meisten Abbrüchen wird das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt oder wiederaufgenommen.


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20. Spielführer (Captains)

Im American Football kann es mehrere Captains pro Team geben. Zu erkennen sind Sie an einem kleinen C, das auf Ihr Trikot gestickt ist. Darunter befinden sich einige Sterne, die angeben, das wievielte Jahr in Folge diese Person bereits Captain ist. Häufig trägt der Quarterback eines dieser Abzeichen, aber auch andere Positionen haben eigene Captains.

Von besonderem Wert ist dieses Abzeichen nicht, der Captain besitzt keine höhere Autorität im Team als der Rest der Mannschaft. Viel mehr hat die Auszeichnung Symbolcharakter, denn der Captain ist bei jedem Münzwurf anwesend und dient dem Team als Gesicht bei bestimmten Zeremonien und auch außerhalb von Spielen. Zu bestimmten Anlässen kann es auch eingefärbte Sticker geben (wie vielleicht in Rot oder Pink, um auf Krebshilfe aufmerksam zu machen).

Spielführer (Captain)


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21. Foul Codes Tabelle

Foul

Die folgenden Foul Codes helfen dabei, den zahlreichen Regelverstößen im American Football Abkürzungen zu geben. Sie spielen insbesondere bei der Protokollierung von Spielen eine Rolle:

Abkz. Erklärung
CHB Chop Block
ILS Illegal Substitution
CLP Clipping
ITK Illegal Touch—Kick
COH Crown of Helmet
ITP Illegal Touch—Pass
DOD Defensive Delay of Game
ILH Illegal Use of Hands
DH Defensive Holding
IDK Ineligible Downfield Kick
DOF Defensive Offside
IDP Ineligible Downfield Pass
DPI Defensive Pass Interference
ING Intentional Grounding
DTM Defensive Too Many Men on Field
IFC Invalid Fair Catch Signal
DOG Delay of Game
HC Horse Collar
DOK Delay of Kickoff
KOB Kickoff Out of Bounds
DSQ Disqualification
LEA Leaping
ENC Encroachment
LEV Leverage
FMM Facemask (15 Yards)
LBL Low Block
FCI Fair Catch Interference
NZI Neutral Zone Infraction
FST False Start
OH Offensive Holding
BAT Illegal Bat
OOF Offensive Offside
BLI Illegal Blindside Block
OPI Offensive Pass Interference
IBW Illegal Block Above the Waist
OTM Offensive Too Many Men on Field
ICT Illegal Contact
OFK Offside on Free Kick
ICB Illegal Crackback
POP Player Out of Bounds on Punt
ICU Illegal Cut
RRK Roughing the Kicker
ILF Illegal Formation
RPS Roughing the Passer
IFH Illegal Forward Handing
RNK Running into the Kicker
IFP Illegal Forward Pass
SFK Short Free Kick
KIK Illegal Kick/Kicking Loose Ball
TAU Taunting
ILM Illegal Motion
TRP Tripping
IPB Illegal Peel Back
UNR Unnecessary Roughness
ISH Illegal Shift
UNS Unsportsmanlike Conduct


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22. Schiedsrichterzeichen

Schiedsrichterzeichen

Eine Übersicht über die Schiedsrichterzeichen finden Sie unter Schiedsrichterzeichen – übersichtlich erklärt.


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NFL - NCAA

23. Regelunterschiede NFL - NCAA

Als Anfänger werden Ihnen die meisten kleinen Unterschiede zwischen der Profiliga NFL und der College-Footballliga NCAA nicht auffallen. Wir listen daher für fortgeschrittene Spieler diese kleinen Feinheiten auf. Das ist wichtig, da in Europa größtenteils nach leicht veränderten NCAA-Regeln gespielt wird.

  • Kickoff
    Beim Kickoff befindet sich der Ball in der NFL an der 30-Yard-Linie, die NCAA setzt ihn an die 35-Yard-Linie. Landet der Ball nach dem Kickoff im Aus, darf sich das Receiving Team in der NFL aussuchen, ob der Ball 30 Yards vom Kickoff-Spot entfernt oder am Seitenaus weitergespielt wird. In der NCAA darf das Team den Kickoff auch wiederholen lassen, dann aber mit einer Strafe von 5 Yards.
  • Complete Pass
    Ein Pass gilt in der NFL nur als Complete, wenn beide Beine beim Fangen auf dem Spielfeld landen. In der NCAA reicht es, wenn ein Fuß im Spielfeld steht.
  • Defensive Pass Interference
    Bei diesem Regelverstoß bekommt in der NFL die Offense einen First Down sowie den Ball an den Ort, wo das Foul begangen wurde. In der NCAA hingegen gibt es das First Down zwar ebenfalls, allerdings wird dies immer in einem Abstand von maximal 15 Yards von der Line of Scrimmage ausgeführt.
  • Zusätzlicher Extra Point Score
    Bei einem Extra Point kann nur die Offense Punkte erzielen. Scheitert der Versuch, ist auch der Spielzug beendet. Die NCAA lässt den Spielversuch weiterlaufen, die Defense könnte daher noch einmal zwei zusätzliche Punkte erzielen, wenn Sie den Ball bis in die gegnerische Endzone bringt.
  • Offensive Pass Interference
    Für dieses Foul gibt es in der NFL eine Strafe von 10 Yards, in der NCAA sind es 15 Yards.
  • Erfolglose Field Goal-Versuche
    Die Defense erhält für ein vergebenes Field Goal in der NFL den Ball an genau der Stelle, an welcher der Versuch ausgeführt wurde. In der NCAA hingegen bekommt die Defense den Ball am Previous Spot vor dem Field Goal-Versuch.
  • Spielzugende
    Ein Spielzug ist in der NFL nicht zu Ende, wenn der ballführende Spieler auf den Boden fällt. Er dürfte weiterlaufen und versuchen, Boden zu gewinnen. In der NCAA hingegen ist der Spielzug sofort beendet. Ein großer Unterschied!


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NCAA - GFL

24. Regelunterschiede NCAA/NFL - GFL

Schauen wir uns jetzt an, wie sich die NCAA von den Regeln der deutschen GFL unterscheidet:

  • Deutsche Spieler bevorzugt
    Um in der deutschen GFL kein Ungleichgewicht durch sehr finanzstarke Teams entstehen zu lassen, dürfen maximal acht US-amerikanische Spieler bei jedem Team spielen. Sechs von ihnen dürfen wirklich pro Match spielen, zwei davon maximal gleichzeitig auf dem Spielfeld. Ansonsten wäre es leicht möglich, sich ein Team aus extrem spielstarken NFL-Spielern zusammenzukaufen.
  • Breite des Field Goals
    Eigene Footballfelder sind in Deutschland höchst selten, weshalb die vertikalen Stangen des Field Goals an Fußballtoren befestigt werden. Höhe und Breite des Field Goals schwanken daher.
  • Wechselbare Yard-Länge
    Das Yard ist in der GFL nicht exakt definiert. Stattdessen handelt es sich immer um ein Hundertstel der gesamten Feldlänge. Schuld an dieser Regelung sind die leicht schwankenden Größen von Fußballfeldern.
  • Besondere Ausrüstung
    Das Equipment der Spieler deckt sich größtenteils, kleine Unterschiede gibt es aber. Die Stollen an den Schuhen sind fest fixiert und nicht wechselbar. Single-Bar Facemasks (mit nur einer querlaufenden Stange) sind ebenfalls nicht erlaubt. Trikots, welche die Auswärtsmannschaft zu Beginn des Spiels noch nicht zur Verfügung stehen hat, führen zum Spielgewinn der Gastmannschaft. In der NCAA sorgt die Gastmannschaft für beide Trikots.
  • Quarter-Länge
    Ein Quarter ist in der GFL zwölf Minuten lang, anders als in der NFL, wo es 15 Minuten sind. In Deutschland fällt das aber nicht immer auf – aus dem ganz einfachen Grund, das nicht in jedem Stadion auch eine Uhr hängt. In den höheren Ligen der GFL sind jedoch Stadionuhren bereits vorgeschrieben.

Einige weitere, kleinere Abweichungen gibt es zusätzlich. Diese sind für das generelle Spielverständnis aber weniger wichtig.


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