Zweite Niederlage für Zweitliga-Meister Elmshorn


Die Footballer der Elmshorn Fighting Pirates verlieren am letzten Spieltag der regulären Saison mit 34:53 (7:7, 21:10, 0:22, 6:14) bei den Langenfeld Longhorns.

Julien Trekel, Elmshorn Fighting Pirates, läuft mit dem Ball
Julien Trekel
Foto: Andre Steinberg

Das war eine Halbzeit lang gut, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns das Spiel dann aus der Hand nehmen lassen. Eine weitere Niederlage war eigentlich nicht der Plan. Wir sind hingefahren, um zu gewinnen. Egal, ob nun vermehrt Backups spielen oder nicht. Es hat aber nicht dafür gereicht“, sagte Pirates-Headcoach Jörn Maier, dem diesmal aufgrund von angeschlagenen und kranken Spielern ein eher kleiner Kader mit 34 Spielern zur Verfügung stand.

Es stehen für den GFL 2-Meister in der folgenden Aufstiegsrunde nun die beiden wichtigsten Spiele der Saison an, und da wolle und werde man sich ganz anders präsentieren, so Maier. Am 21. September gastiert Elmshorn beim Erstligisten Düsseldorf Panther, am 5. Oktober bitten die Piraten im Kampf um die GFL 1-Zugehörigkeit zum Rückspiel im Krückaustadion (Kickoff 15 Uhr).

Letztendlich fällt die zweite Niederlage in Serie der Pirates nicht wirklich ins Gewicht, auch wenn die bisher weiße Weste des Meisters nun zwei kleine Schönheitsfehlerchen hat. Das große Ziel Aufstieg ist allerdings weiterhin erreichbar.

Als Gewitter und Dauerregen sich in Langenfeld gelegt hatten, ging es mit gut fünfminütiger Verspätung los. Doch bereits im ersten Quarter musste aufgrund eines Schien- und Wadenbeinbruchs des Langenfelders Patrick Könemund inklusive Rettungswageneinsatzes erneut für 20 Minuten pausiert werden. Die erste erfreuliche Nachricht brachte dann Pirates-Runningback Khairi Dickson, der den Football über drei Yards mit in die Endzone nahm (7:0). Beim ersten Offense-Play des Gastgebers sicherte Defensive Back Timo Hilker das „Ei“ für die Gäste.

Es reichte jedoch zunächst nicht für weitere Elmshorner Punkte, stattdessen glichen die Longhorns durch ihren umtriebigen Quarterback Jarvis McClam, der auch als Defensive Back und Returner auf dem Feld stand, zum 7:7 aus. Prompt war jener anschließend auch noch für eine Interception verantwortlich.

Im zweiten Quarter erhöhten die Pirates durch einen Lauf ihres Spielmachers Ryan Sample über neun Yards – Kicker Sören Becker erzielte das 14:7. Über ein Fieldgoal aus 19 Yards verkürzte Langenfeld auf 14:10. Wenig später gerieten die Piraten erstmalig in Rückstand – McClam nutzte die zweite Interception zum Touchdown-Lauf über 32 Yards in die Piraten-Endzone (14:17). Die Elmshorner konterten mit einem Pass auf Tight End Levi Kruse, der ein Zuspiel aus zwölf Yards fing (21:17). Sample bediente dann noch einmal Wide Receiver Nassim Amroun, der einen 28-Yards-Pass in Empfang nahm und 36 Yards in die Endzone spurtete (28:17).

Nach der Halbzeit wurde der Tabellensechste dann immer besser. Davonte Lynch, Bruder von Ex-NFL-Akteur Marshawn Lynch, brachte die Nordrhein-Westfalen wieder ran (32-Yards-Lauf). Nach der erfolgreichen Two-Point-Conversion führte Elmshorn nur noch mit drei Zählern. Und kurz darauf übernahm dann wieder McClam das Punkten mit einem Lauf über 43 Yards (28:32) – und mit einem über einen Yard (28:39).

Im vierten Quarter konnte die Defense einen Fünf-Yards-Pass nicht verhindern (28:46), ehe Pirates-Quarterback Paul Durand im Anschluss den GFL 2-Meister mit einem Run über vier Yards zum Zwischenstand von 34:46 führte – der Extra-Punkt wurde vergeben. Postwendend gab es den nächsten Nackenschlag. Der Kickoff-Return wurde direkt in die Elmshorner Endzone gebracht (74 Yards), sodass die Piraten das Endresultat von 34:53 serviert bekamen. Zu allem Überfluss verletzte sich ein zweiter Spieler des Gegners schwer, so dass ein weiteres Mal der Rettungswagen kommen musste.

„Wir haben Fehler gemacht, an denen wir arbeiten und die wir auch abstellen können. Unter anderem haben wir diesmal einen Spieler wie Jarvis McClam nicht in den Griff bekommen. Es gab drei Interceptions von uns, wir haben zweimal gepunted. Alles in allem war es schon ein gebrauchter Tag. Wir hatten uns ein anderes Ergebnis erhofft, auch wenn wir dieses Spiel jetzt nicht überinterpretieren wollen“, erklärte Maier.

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