Unicorns können schon Südmeister werden


Am Sonntag um 15:00 Uhr ist es im Haller OPTIMA Sportpark soweit: Beim Sparkasse-Gameday empfangen die Tabellenführer Schwäbisch Hall Unicorns ihre zweitplatzierten Verfolger Frankfurt Universe zum Spitzenspiel in der GFL-Süd!

Nate Robitaille, Schwäbisch Hall Unicorns
Nate Robitaille
Foto: Manfred Löffler

Mit einem Sieg könnten die Haller vorzeitig ihre zehnte Südmeisterschaft feiern. Mit dem hart erkämpften 42:36-Erfolg in Marburg am vergangenen Sonntag haben sich die Schwäbisch Unicorns bereits ein Heimspiel im Playoff-Viertelfinale gesichert. In den noch ausstehenden drei Spielen kann die Unicorns nur noch Frankfurt von der Tabellenspitze verdrängen. Platz Zwei und damit das Heimrecht im Viertelfinale ist ihnen aber jetzt schon sicher.

Am kommenden Sonntag können die Haller nun sogar noch einen Schritt weitergehen und sich vorzeitig die Südmeisterschaft holen, die auch für ein eventuelles Halbfinale das Heimrecht mit sich bringen würde. Notwendig ist dafür ein Sieg gegen ihre Verfolger aus Frankfurt. Mit dann zwei Niederlagen gegen Hall hätten die Hessen keine Chance mehr, die Unicorns vor den Playoffs noch von der Spitze zu verdrängen. Für die Unicorns wäre es die insgesamt zehnte Südmeisterschaft.

Keine Frage, dass Universe in der Neuauflage der letztjährigen Endspielpaarung alles daran setzen wird, dies zu verhindern. Seit ihrer ersten GFL-Saison 2016 sind sie der härteste Konkurrent der Unicorns im Süden. Sie konnten bislang aber keines der inzwischen acht Aufeinandertreffen für sich entscheiden, auch wenn schon mehrfach wie zuletzt im German Bowl 2018 äußerst wenig zu einem Frankfurter Sieg gefehlt hatte. Die Motivation, den ersten Sieg gegen die Unicorns feiern zu dürfen, wächst in Frankfurt von Spiel zu Spiel.

Überraschend deutlich fiel mit 31:0 das diesjährige Hinspiel der Unicorns in Frankfurt aus, was jedoch kein Gradmesser für das nun anstehende Rückspiel ist. Universe hat seither insbesondere in der Offense einen großen Schritt nach vorne gemacht. Erzielten die Hessen in den vier Spielen bis zum ersten Aufeinandertreffen im Schnitt gerade mal 25 Punkte pro Spiel, so konnten sie diese Zahl in den vier Spielen danach auf 45 steigern.

„Das letzte Spiel gegen Frankfurt erlaubt keinerlei Rückschlüsse auf das Spiel am kommenden Sonntag“, sagt auch Halls Head Coach Jordan Neuman. „Universe ist eines der Topteams in der GFL. Es hat einen der talentiertesten Spielerkader der Liga, der in der Sommerpause noch verbessert werden konnte.“

Der Haller Cheftrainer meint damit die zwei namhaften Neuzugänge Andre Mathes und Anthony Mahoungou. Mathes ist ein erfahrener Offense-Line-Spieler mit Profivergangenheit in der NFL Europe (Frankfurt Galaxy). Der französische Receiver Anthony Mahoungou spielte bis 2017 an der Purdue University Erstliga-College-Football und war 2018 in der NFL bei den Philadelphia Eagles unter Vertrag. Hinzu kommt, dass am Sonntag wohl auch Defense Back Fernando Lowery aktiv sein wird, auf den die Frankfurter im Hinspiel verzichten mussten.

Allerdings überraschte Universe diese Woche auch mit einem prominenten Abgang: Am Dienstagabend vermeldete die Hessen im Internet, dass man sich mit sofortiger Wirkung einvernehmlich von Head Coach Brian Caler getrennt hat. Als Grund werden in der Meldung „persönliche Lebensumstände“ Calers genannt. Der Amerikaner wechselte zur Saison 2018 von den Allgäu Comets nach Frankfurt und führte Universe zu ihrer ersten Germanbowl-Teilnahme. Als Interims-Cheftrainer wird ab Sonntag Defense Coordinator Thomas Kösling in der Frankfurter Teamzone stehen.

Auf Seiten der Unicorns erwartet man den ersten Auftritt von Defense Back Adehkeem Brown sowie die Rückkehr von Receiver Aurieus Adegbesan und Defense-Liner Alexander Kress. Fraglich ist der Einsatz von Offense-Liner Francesco Fanti, der sich in Marburg verletzt hat. Weiterhin pausieren müssen die Linebacker Nick Alfieri und Daniel Emmanuel sowie Runningback Jerome Manyema.

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