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Rührender Abschied von Marco Schwarzer


Nach der 9:12 Niederlage der Samsung Frankfurt Universe gegen die Schwäbisch Hall Unicorns gab Marco Schwarzer seinen Rücktritt bekannt.

Rührender Abschied von Marco Schwarzer
Abschied von Marco Schwarzer
Foto: C-Sportpics

Marco Schwarzer war damals mit Matthias Mämpel und seinem Bruder Michael Schwarzer beim Restart der Frankfurt Galaxy beteiligt. Die Rechtstreitigikeiten mit Matthias Mämpel sind hinreichend bekannt, aber auch mit seinem Bruder soll nicht mehr alles im grünen Bereich gewesen sein. Wir haben Marco Schwarzer als ehrlichen, zuverlässigen und engagierten Menschen kennengelernt und vermuten, das er selbst von der Tragweite der aktuellen finanziellen Situation überrascht war. 4 Saisons lang war er beim lila Football dabei und verantwortete das Ticketing, die Presse, die Social Media Kanäle und einiges mehr. Jetzt hört er aus eigenen Stücken auf und widmet sich wieder "back to the roots" seiner eigentlichen Sportart Nummer 1, dem Eishockey. In einer öffentlichen Stellungnahme erklärt er selbst die Gründe für seinen Entschluß: 

"Jetzt ist der Moment also gekommen…3,5 Jahre und 4 Spielzeiten American Football enden hier und heute für mich. Und bevor jemand was anderes behauptet: Aus freien Stücken.

Es war eine absolut verrückte Reise, mit vielen Auf´s und Ab´s, mit Zuschauerrekorden, großen Siegen aber auch schmerzlichen Niederlagen, doch am Ende steht das was ich am Ende am meisten vermissen werde: Die Purple Family!

Ich durfte in den letzten Jahren Menschen aller Nationalitäten, Religionen und Kulturen kennenlernen und bin so froh über jeden Einzelnen. Über tolle Coaches, Spieler, Staffmitglieder und Helfer. Ihr seid mir so krass ans Herz gewachsen und hier Einzelne raus zu heben wäre falsch, ihr wisst genau wer in diesen Entscheidungsprozess eingebunden war und mir offen und ehrlich mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

Samsung Frankfurt Universe steht wie ihr wisst vor einem schweren Weg, doch das gröbste ist geschafft. Vertraut auf die Kompetenz von Herrn Rittmeister, er führt das Schiff hervorragend. Vertraut auf Brian Caler & Thomas Kösling und dem gesamten Coaching Team und vor allem vertraut auf die Spieler. Jeder einzelne ist so heiß auf den großen Erfolg, es kann gelingen. Und den Rest der Neider und Hater, die lasst ihr mal reden! Kommentiert nicht alles, lächelt so manchen Kommentar weg, die Wahrheit liegt auf dem Feld und da ist das Team auf einem sehr guten Weg!

Doch man geht niemals so ganz und ich freue mich in Marburg und vor allem hoffentlich in Berlin dabei zu sein, natürlich mit Universe Beteiligung.

Warum ich gehe? Weil es an der Zeit ist. Die letzten Jahre haben viel Kraft gekostet, sie waren schön aber anstrengend. Für mich persönlich und mein privates Glück ist dieser Schritt unumgänglich.
Und dieser Schritt führt mich zurück in meinen eigenen Sport, mit dem ich groß geworden bin und in dem ich mir was Eigenes aufbauen kann. Und dieser Schritt muss daher jetzt sein.
Denn die Eishockey-Saison beginnt jetzt, ich freue mich auf die Zeit mit den Bietigheim Steelers, einer sehr tollen Organisation, die mich in den letzten Wochen schon so herzlich empfangen hat und mir von Anfang an viel Vertrauen entgegenbringt, danke dafür!
Man sieht sich immer zwei Mal im Leben und niemand geht so ganz!

Danke für diesen Abschied heute, ich habe damit nicht gerechnet, ihr habt es wieder geschafft mir zu zeigen wie toll ihr alle seid. Da kommen auch einfach mal die Emotionen durch, das ist halt so!
Danke für alles Leute, ihr seid ganz ganz ganz besondere Menschen!

Einmal Lila, immer Lila! Wir sehen uns! "