Eindrucksvoller Phantoms Sieg mit kleinen Makeln


Die Wiesbaden Phantoms schlagen zum Auftakt der GFL2 zu Hause die Syneo Albershausen Crusaders mit 39:26

Eindrucksvoller Phantoms Sieg mit kleinen Makeln
Wo gehts lang ? Da gehts lang. Die Coaches der Wiesbaden Phantoms geben Anweisungen
Foto: Michael Wiegand

„Die kämpfen bis nichts mehr geht“, lobte ein Fan am Rand des GFL2-Spiels zwischen den Wiesbaden Phantoms und den Albershausen Crusaders den Auftritt der Gäste. In der Tat gaben die Crusaders bis zum Spielende nicht auf und setzten den Gastgebern bei deren 39:26-Sieg bis zum Abpfiff schwer zu.
Gewarnt durch die beiden Ein-Punkt-Niederlagen von 2017 schienen die Phantoms etwas gehemmt in die Partie zu gehen und lagen schnell 0:10 zurück. Zunächst führte ein Drive die Crusaders bis knapp vor die Endzone der Phantoms. Erreicht wurde sie nicht, das Field Goal wurde von Patrick Schmid aber souverän verwandelt.

Kurze Zeit später pickte Tim Baron einen Pass von Wiesbadens Quarterback Niklas Woelbert aus der Luft und trug ihn über 39 Yards zum 9:0. Schmid erhöhte anschließend.

Im zweiten Quarter schnappte sich auf Seiten von Wiesbaden Jeremy Conley einen Pass von Crusaders-Quarterback Dalton Demons und tat es Baron gleich: Die ersten Punkte brachte er 45 Yards später auf die Anzeigetafel. Kicker Peter Müller trat erstmals auf das Feld und verwandelte zum 7:10, schoss seinen zweiten PAT aber in die Abwehrreihe der Albershausener. Zuvor hatten die Phantoms einen Drive der Crusaders schnell gestoppt, den Punt ihrer Gäste geblockt und durch Marco Corzani in die Endzone getragen.

18 Sekunden vor Ende der Halbzeit erhöhten die Phantoms auf 19:10: A.j. Springer erhielt den Ball und erzielte seinen ersten Touchdown für sein neues Team. Der Snap beim PAT misslang erneut, Holder Woelbert musste die Ballposition korrigieren und Müller schoss erneut in die Defense der Crusaders.
In Halbzeit zwei waren rund drei Minuten gespielt, als Cordarious Mann den Ball über 46 Yards durch die gesamte Defense der Gäste trug und das 25:10 herstellte, das Müller auf 26:10 stellte.

Einen kurzen Pass später hatten die Crusaders aber wieder aufgeholt, als Demos seinen Lieblingsreceiver Matthias Scheuring ein weiteres Mal bediente. Auch die Conversion – derselbe Spielzug wie zuvor beim Touchdown – gelang und Albershausen verkürzte auf 18:26.

Die Entscheidung schien gefallen, als Mann ein zweites Mal über das Feld stürmte. Den Kick-off nach dem Touchdown der Crusaders nahm der Phantoms-Runningback auf, spurtete über 60 Yards über das Feld und brachte sein Team wieder mit 14 Punkten in Front. Dieses Mal misslang der Zusatzpunkt wieder, allerdings flog er rechts am Tor vorbei.

Das Zittern auf Seiten der Phantoms begann, als die Crusaders zwei Minuten vor dem erneuten Seitenwechsel sogar auf sechs Punkte verkürzten: Demos passte nach einem Touchdown von Andre Paszylk auf Rene Reinert und brachte die Crusaders damit auf 26:32 heran.

Bis Mitte des letzten Viertels neutralisierten die Defenses anschließend die Offense-Bemühungen beider Team bis Cordarious Mann seinen dritten Touchdown erzielte. Über 46 Yards erkämpfte der Runningback das 38:26 für die Phantoms, die danach auf 39:26 erhöhten und die Crusaders anschließend zweimal kurz vor der Endzone im vierten Versuch stoppen mussten, um den Sieg schließlich nach Hause zu bringen.

„War eine schwere Geburt, aber ein Sieg ist ein Sieg“, brachte es Runningbacks Coach Thomas Schreiber nach dem Spiel auf dem Punkt. Noch lief nicht alles rund bei Wiesbaden, besonders im ersten Quarter schien die Offense noch nicht in Tritt zu kommen, überzeugte im zweiten Viertel aber eindrucksvoll und die Defense hielt bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur, sondern hatte sogar einen Touchdown erzielt. Das Team erspielte sich im Lauf der Zeit mehr und mehr Selbstbewusstsein und agierte ab Ende des ersten Quarters und bis zum 32:18 sehr stark – sowohl in Offense, in der der gerade mal 20-jährige Niklas Woelbert kurze, aber auch lange Pässe anbrachte, als auch in Defense. Sogar die Special Teams wussten dabei zu überzeugen.

Mehr als einen einzigen Sieg wollen aber weder Coaches noch Spieler im 39:26 sehen. „Ein einziger Sieg reicht nicht zum Klassenerhalt“, machte Head Coach Andy McMillan deutlich und schwor sein Team direkt nach Abpfiff auf die nächste Aufgabe ein. Nach einem Auswärtsspiel gegen Straubing am Sonntag steht der nächste Heimevent am 5. Mai, 17 Uhr, an. An diesem Tag sind die Gießen Golden Dragons zu Gast…

 

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