Im dritten Saisonspiel hat Aufsteiger Cologne Crocodiles bereits zum zweiten Mal in dieser Saison seine Zähne gezeigt. Die Kölner gewannen gegen Berlin Adler mit 63:00 (28:00, 14:00, 07:00, 14:00) und machten dabei bereits im ersten Viertel deutlich, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Ins besondere das Laufspiel über den überragenden Runningback Kevin Parks war von den Gästen aus der Hauptstadt nicht zu stoppen gewesen. So erlief Parks die ersten drei Touchdowns und erzielte dabei allein im ersten Viertel mehr als 100 Yards Raumgewinn.
Aber auch Crocodiles-Quarterback Benjamin Mentges erwischte einen tollen Tag und warf insgesamt fünf weitere Touchdown-Pässe. Mit diesem Erfolg setzten die Kölner ein deutliches Zeichen, vom Potenzial deutlich vor den Berlinern zu stehen und als Aufsteiger eher um die Playoffs als gegen den Abstieg zu spielen. Mit nun 4:2-Punkten eroberten die Kölner vorerst Rang zwei der Tabelle, direkt hinter den favorisierten New Yorker Lions aus Braunschweig.
Gewitterunterbrechung bringt Lions ins Spiel
Unter widrigen Wetterbedingungen gewann der große Favorit aus Braunschweig auch sein zweites Saisonspiel gegen die Hamburg Huskies. Beim 41:00 (03:00, 21:00, 10:00, 07:00) kamen die Lions aber erst nach der Gewitterunterbrechung zum Ende des ersten Viertels in Fahrt. Danach bediente Spielmacher Casey Therriault dreimal Wide Receiver Niklas Römer und einmal Justis Holtz.
Da sich Kicker Tobias Göbel sowohl bei den PATs als auch bei zwei Fieldgoals keine Blöße gab und Runningback Patrick Papke das Ei einmal per Lauf in die Endzone trug, hieß es am Ende 41:00. Dabei erlaubte sich die Mannschaft von Lions-Headcoach Troy Tomlin sogar, im letzten Spielabschnitt Starter wie Therriault und David McCants zu schonen und die Kader-Backups Spielpraxis sammeln zu lassen.
Huskies in Kiel gefordert
Die Hamburg Huskies stehen mit drei Niederlagen nach drei Spielen schon früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand. Nach zahlreichen Abgängen von Leistungsträgern zu den Kiel Baltic Hurricanes steht nun ausgerechnet ein Gastspiel bei den Kielern auf dem Programm. Die Canes, die am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, haben unterdessen nichts zu verschenken. In ihrem erst zweiten Saisonspiel wollen sie im Rennen um die Playoff-Plätze gegen das Tabellenschlusslicht vor heimischen Publikum nicht patzen.
Außerdem empfangen die Berlin Rebels, die gerade beim BIG6 11:10 gegen Frankfurt Universe gewonnen , den Eurobowl aber dennoch verpasst haben, die Cologne Crocodiles. Das könnte schon eine Partie auf Augenhöhe sein, beide Teams wollen in die Playoffs. Im dritten Nord-Duell reisen die Dresden Monarchs zu den Hildesheim Invaders. Das Hinspiel 14 Tage zuvor gewannen die Dresdender deutlich mit 62:17 gegen die noch punktlosen Hildesheimer.
Südstaffel: Unicorns fegen über Hurricanes hinweg
Wer in der Südstaffel ein spannendes Spitzenspiel zwischen den Saarland Hurricanes und den Schwäbisch Hall Unicorns gehofft hatte, sah sich früh eines Besseren belehrt. Beim 50:00 (14:00, 14:00, 09:00, 13:00) war das Spiel bereits zur Halbzeitpause vorentschieden - zu deutlich die Dominanz des Tabellenführers, bei dem diesmal vor allem das Laufspiel funktionierte.
Zweimal Maurice Schüle, zweimal Danny Washington und einmal Jerome Manyema trugen das Spielgerät in die Endzone. Zudem legte Quarterback Marco Ehrenfried mit zwei tiefen Pässen auf die Passempfänger Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille zwei weitere Touchdowns auf, Linebacker Leon Waldmann gelang zudem ein Safety.
Comets schlagen in München ein
Derweil gewannen die Allgäu Comets das Bayern-Derby bei den Munich Cowboys 47:20 (21:00, 00:00, 19:00, 07:20) und stürzten die Landeshauptstädter mit der vierten Biederlage im vierten Saisonspiel in tiefte Abstiegsängste. Vor allem eine desolate Offensivleistung der Münchener sorgte mit mehreren Interceptions, Fumbles und missglückten Snaps für einen 40:00-Zwischenstand zugunsten der Comets, für die die Defense-Spieler Jonell Pelie und Marco Fieber jeweils einen Touchdown erzielten. Zudem legte Quarterback Cedric Townsend drei weitere Touchdowns durch Pässe auf. Die Aufholjagd der Cowboys zu Beginn des letzten Viertels kam zu spät.
Im dritten Süd-Spiel siegten die Marburg Mercenaries bei Aufsteiger Ingolstadt Dukes mit 16:10 (00:00, 10:03, 00:07, 06:00). In einem lange auf Augenhöhe ausgetragenen Spiel verloren die Dukes denkbar knapp durch einen Touchdownpass im vierten Viertel von Quarterback Emmanuel Lewis auf das Ingolstädter Eigengewächs Hendrik Schwarz. Mit jeweils 2:2 Punkten sortieren sich beide Teams im Mittelfeld der Tabelle ein.
Vier Duelle am kommenden Wochenende
Am bevorstehenden Wochenende sind alle Teams der Südstaffel im Einsatz. Dabei kommt zum Re-Match des Season-Openers zwischen Frankfurt Universe und den Stuttgart Scorpions. Die Frankfurter werden wohl mit dem Rückenwind ihrer ersten Eurobowl-Qualifikation antreten, während die Stuttgarter mit aktuell nur 2:4 Punkten bereits unter Druck stehen.
Außerdem hoffen die Saarland Hurricanes auf Revanche bei den Unicorns und in einem weiteren Bayern-Derby reisen die Allgäu Comets zu den Ingolstadt Dukes. Zudem müssen die Munich Cowboys im Gastspiel bei den Marburg Mercenaries endlich den ersten Saisonsieg einfahren, ansonsten drohen die Münchener bereits in Anschluss an das untere Mittelfeld zu verlieren.















