Rams und Chiefs gewinnen ihre Divisions


Die Los Angeles Rams und die Kansas City Chiefs haben Platz 1 ihrer Divisions geholt. Für Diskussionen sorgte erneut eine Entscheidung zugunsten der Patriots.

Rams und Chiefs gewinnen ihre Divisions
Kareem Hunt, Kansas City Chiefs
Foto: imago

Erstmals seit 14 Jahren haben die Los Angeles Rams wieder die NFC West gewonnen. Dafür gewann die Franchise von Head Coach Sean McVay mit 27:23 bei den Tennessee Titans. Durch den 11. Saisonsieg ist den Rams die Playoff-Teilnahme sicher. Es war einmal mehr ein entfesselt aufspielendes Duo aus Quarterback Jared Goff und Runningback Todd Gurley, das LA zum Sieg führte. Gurley lief 22 Mal für 118 Yards und fing zudem 10 Pässe für weitere 158 Yards und 2 Touchdowns. Mit 2 weiteren Touchdown-Pässen auf die Wide Receiver Cooper Kupp und Sammy Watkins machte Goff seinen Auftritt perfekt.

Wie die Rams machten auch die Kansas City Chiefs Platz eins in ihrer Division dingfest. Mit einem 29:13 gegen die Miami Dolphins holten die Chiefs den 9. Saisonsieg. Kareem Hunt, Tyreek Hill und Travis Kelce waren die Garanten für den Erfolg im Arrowhead Stadium. Zudem verwandelte Kicker Harrison Butker gleich fünf (von sechs) Fieldgoals. Für die Chiefs ist es der dritte Titel der AFC West in Folge.

 

Saints und Panthers lösen Playoff-Tickets

In einem direkten Duell um die Teilnahme an der Postseason gewannen die New Orleans Saints mit 23:13 gegen Vorjahresfinalist Atlanta Falcons. Der elfte Saisonsieg machte die Playoffs perfekt. Die Saints führten bereits zur Halbzeit mit 13:0 und ließen in der Folge wenig Spannung aufkommen. Spätestens als Atlantas Runningback Devonta Freeman sich kurz vor der gegnerischen Endzone ein Fumble for Loss erlaubte, schwanden die Hoffnungen der Falcons-Fans auf ein Minimum. Der Touchdown von Tevin Coleman kam kurz vor Schluss zu spät. Trotzdem hat Atlanta noch Chancen auf eine Wildcard.

Die Panthers mussten um ihre vorzeitige Qualifikation für die Playoffs bis zum Schluss zittern. Beim 22:19 gegen die Tampa Bay Buccaneers brachte erst ein Touchdown von Superstar Cam Newton 35 Sekunden vor dem Ende den Sieg. Und das obwohl der Quarterback den Ball nach dem Snap zunächst fallen lies. Für die Szene des Spiels hatte aber Wide Receiver Damiere Byrd gesorgt, der einen Kickoff-Return über 103 Yards in die gegnerische Endzone zum Touchdown trug.

 

Seahawks beenden Playoff-Hoffnungen der Cowboys

In einem engen Spiel zweier Verfolger der Playoff-Ränge gewannen die Seattle Seahawks mit 21:12 bei den Dallas Cowboys. Für die Texaner das Ende aller Träume auf die Playoffs. Dabei war Runningback Ezekiel Elliott erstmals nach seiner Sperre von 6 Partien wieder spielberechtigt und fungierte als großer Hoffnungsträger auf einen erfolgreichen Schlussspurt der Cowboys. Bitter: Obwohl Dallas das Spiel über weite Strecken dominierte, verloren sie das Spiel durch vermeidbare Turnover. Wideout Dez Bryant fumbelte den Ball leichtsinnig, Quarterback Dak Prescott warf eine Interception. Beide Szenen führten zu Touchdowns für Seattle, die sich in der Offense ansonsten extrem schwer taten. 93 Yards Raumgewinn durch Pässe von Spielmacher Russell Wilson im gesamten Spiel belegen das.

Mit den Cowboys stellen auch die Detroit Lions fest, dass sie in diesem Jahr nicht erneut an den Playoffs teilnehmen werden. Die Franchise aus der NFC North verlor bei den Cincinnati Bengals mit 17:26. Ein Fieldgoal von Bengals-Kicker Randy Bullock und ein Touchdown von Runningback Giovanni Bernard im letzten Viertel drehten das Spiel und besiegelten das Schicksal der Lions.

 

Niederlage in New England: Bills fühlen sich betrogen

Bei der 16:37-Pleite der Buffalo Bills bei den New England Patriots, die dadurch die Bye-Week in den Playoffs sicherten, kam es zu einer Szene, die alles andere überschattete. Bills-Receiver Kelvin Benjamin hatte kurz vor der Pause einen Touchdown zur Bills-Führung gefangen. Doch nach Sichtung der Videos nahmen die Referees ihre Entscheidung wieder zurück und entschieden auf „Incomplete Pass“. Benjamin soll den Ball erst kontrolliert haben, als er mit dem zweiten Fuß die Auslinie berührte – zuvor hatte er bereits beide Füße im Spielfeld gehabt, das Ei nach Meinung der Schiedsrichter aber noch nicht unter Kontrolle. Wie dem auch sei, am Ende stand der 12. Saisonsieg der Patriots, die ein enges Spiel erst in der Schlussphase durch 2 Touchdowns des bärenstarken Dion Lewis zu einem deutlichen Ende führten.

Durch die Niederlagen der Titans und Bills blieben die Los Angeles Chargers im Rennen um ein Playoff-Ticket. Beim 14:7 bei den New York Jets holte die Franchise aus der AFC West ihren 8. Sieg. Runningback Melvin Gordon und Tight End Antonio Gates sorgten mit ihren Touchdown für die Chance, sich mit einem Sieg in Woche 17 doch noch in die Postseason zu bringen. Dafür muss Quarterback Philip Rivers sein Team zu einem Sieg gegen die Oakland Raiders führen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Titans hoffen. Nicht unwahrscheinlich, spielt Tennessee doch in der letzten Woche gegen Divisionssieger Jacksonville Jaguars.

 

Jaguars verlieren, gewinnen aber ihre Division

In einem Punkte-Festival verloren die Jacksonville Jaguars mit 33:44 bei den San Francisco 49ers, die mit Jimmy Garoppolo als Starting-Quarterback ihren vierten Sieg in Folge holten. Überhaupt steht „Jimmy G“ in seiner Karriere nun bei 6-0-Siegen, wenn er als Starter auf dem Feld stand. Der Quarterback warf zwei Touchdown-Pässe und lief einmal selbst mit dem Ball unter dem Arm in die Endzone. Spektakulär war aber der 50-Yards-Interception Touchdown von Cornerback Dontae Johnson. Jacksonville wird die Niederlage allerdings verkraften können. Durch die Pleiten der Verfolger, steht Platz eins in der AFC South fest.

Beim Aufeinandertreffen zweier Teams, die die Postseason einmal mehr um Weiten verfehlt haben, setzten sich die Bears mit 20:3 gegen die Browns durch. Der Ärger dürfte sich in Cleveland aber in Grenzen halten, denn durch die nun auch 15. Niederlage mit 15. Saisonspiel ist den Browns der Nummer-eins-Pick im Draft 2018 sicher. Die Bears holten zwar dank Runningback Jordan Howard, der zwei der drei Touchdowns erzielte, den fünften Erfolg in dieser Spielzeit, einen frühen Draftpick haben aber auch sie inne.

 

Washington und Arizona siegen für die Galerie

In zwei Partien, die keinen Einfluss mehr auf die Playoffs haben, gewannen die Washington Redskins gegen die Denver Broncos mit 27:11. Außerdem siegten die Arizona Cardinals mit 23:0 gegen die New York Giants. Redskins-Quarterback Kirk Cousins verteilte dabei nur 19 seiner 37 Pässe bei den Mitspielern, fand in den Wide Receivern Jamison Crowder und Josh Doctson sowie Tight End Vernon Davis aber gleich drei Empfänger für Punkte in des Gegners Endzone. Bei den Cardinals durfte Drew Stanton die Bälle wieder als Quarterback verteilen. Er warf dabei zwei Touchdown-Pässe und auch die Defense lies so gar nichts anbrennen.